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Ausland

Israel und Vereinigte Arabische Emirate kooperieren im Kampf gegen Coronavirus

Freitag, 26. Juni 2020

Israels Präsident Netanjahu /picture alliance, AP Pool, Sebastian Scheiner

Dubai – Diplomatische Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es nicht – im Kampf gegen die Coronapandemie wollen beide Staaten ihre Kräfte nun aber bündeln. Unternehmen beider Länder hätten sich auf eine Kooperation im Forschungs- und Entwicklungsbereich geeinigt, um das neuartige Coronavirus zu bekämpfen, teilten die Regierungen beider Länder gestern mit.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu erklärte, die Kooperation sei eine Folge „längerer und intensiver Kontakte“ mit dem arabischen Staat.

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Die länderübergreifende Kooperation werde die sichere Gesundheitsversorgung in der gesamten Region verbessern, erklärte Netanjahu. „Je stärker wir sind, desto mächtiger sind wir darin, unsere Feinde abzuwehren und unsere Freunde näherzubringen“, fügte er hinzu.

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur der Vereinigten Arabischen Emirate, WAM, unterzeichneten insgesamt vier Unternehmen das Kooperationsabkommen. Angesichts der globalen Ausbreitung des Coronavirus sei es „unerlässlich, den Schutz der Mensch­heit an die Spitze des globalen Handelns zu stellen, um diese beispiellose Krise zu überwinden“.

Welche Unternehmen genau an der Kooperation beteiligt sind, war zunächst unklar. Auch weitere Details der Zusammenarbeit wurden nicht bekannt gegeben. In Israel steigt die Zahl der Coronainfektionen derzeit wieder an.

Landesweit wurden seit Beginn der Pandemie 22.000 Infektionsfälle registriert, mehr als 300 Menschen starben. Die Vereinigten Arabischen Emiraten verzeichneten bislang 45.000 Infektions- und 302 Todesfälle.

Die Ankündigung der Kooperation erfolgte nur zwei Wochen, nachdem der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate die israelische Regierung vor einer geplanten Annexion von Teilen des besetzten Westjordanlands gewarnt hatte.

Eine Annexion werde „sicherlich und umgehend die israelischen Bestrebungen nach mehr Sicherheit sowie wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen zur arabischen Welt“ schwer beschädigen, schrieb Jusef al-Otaiba in der israelischen Zeitung Jediot Acharonot.

Erwartet wird, dass Netanjahu ab dem 1. Juli die Pläne seiner Regierung für eine Umsetz­ung des umstrittenen Nahost-Plans von US-Präsident Donald Trump bekannt gibt. Der Plan gibt Israel grünes Licht für umfassende Gebietsanschlüsse im Westjordanland. Die Palästinenser lehnten den Plan umgehend ab.

Diese Woche warnten auch die Vereinten Nationen und mehrere arabische Staaten Israel vor Annexionen. Auch Deutschland und Frankreich drängten die Regierung in Israel zu einem Verzicht der Pläne. © afp/aerzteblatt.de

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