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Hochschulen

Medizinstudium: Reformiertes Zulassungsverfahren kommt überwiegend gut an

Dienstag, 30. Juni 2020

/picture alliance, Victoria Bonn-Meuser

Dortmund – Die Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) hat für das Sommersemester 2020 eine positive Bilanz zum abgeschlossenen Vergabe- und Koordinierungsverfahren gezogen. Erstmals konnten dabei die technischen Anforderungen aus dem Urteil des Bun­desverfassungsgerichts (BVerfG) im neuen „Integrierten Verfahren“ des Dialog­orientierte Serviceverfahrens (DoSV) berücksichtigt werden.

Eine aktuelle Befragung zur Zufriedenheit der Fachhochschulen und Universitäten zeigt, dass das erweiterte System im Kern ankommt: Rund 73 Prozent der Hochschulen sind da­mit „eher zufrieden“.

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Insgesamt haben sich zum Sommersemester über die Plattform „Hochschulstart“ etwa 74.000 Studieninteressierte beworben. Gut zwei Drittel davon wählten örtlich zulas­sungs­­beschränkte Studiengänge. Das übrige Volumen umfasste dagegen die drei im Som­mersemester bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengänge Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie.

89 Hochschulen (32 Universitäten, 57 Fachhochschulen) haben am Verfahren teilge­nom­men. Sie deckten 519 Studienangebote ab, wovon 37 bundesweit zulassungs­beschränkt waren.

Eine Schnittmenge von mehr als 2.400 Bewerbenden hat die erstmals mögliche Bewerbung auf örtlich zulassungsbeschränkte als auch auf bundesweit zulassungsbeschränkte Studi­engänge wahrgenommen. Damit konnten Bewerber den Status unterschiedlicher Bewer­bungen in einem einheitlichen Portal im Blick halten und wurden über relevante Ände­rungen automatisch per E-Mail informiert.

Aufschlussreich ist laut Stiftung vor allem die Tatsache, dass sich nur circa ein Drittel der Studieninteressierten auf die bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengänge des Zentralen Vergabeverfahrens (kurz: ZV-Studiengänge) bewarben, dieses Drittel jedoch 69 Prozent der insgesamt 378.000 im Verfahren verarbeiteten Bewerbungen abgegeben hat.

Dies zeige, dass die neu geschaffenen Möglichkeiten, sich parallel für verschiedene ZV- Studiengänge und Universitäten zu bewerben, ankommt.

Ein Vorteil dieser Entwicklung: Zuvor musste man sich bis zum letzten Stand des Verga­be­verfahrens entscheiden, auf welchen der bundesweiten ZV-Studiengänge eine Bewer­bung abgegeben wird. Ein gleichzeitiges Interesse beispielsweise an Medizin und Zahn­me­dizin war nicht realisierbar – bis jetzt.

Etwa 6.000 ZV-Bewerbende (und damit gut 23 Prozent) haben nun zum Sommersemester diese Neuerung genutzt. Medizin war zudem erwartungsgemäß der am stärksten nachge­fragte Studiengang. © hil/aerzteblatt.de

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