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Ausland

6,15 Milliarden Euro bei Spendenaufruf gegen Corona gesammelt

Montag, 29. Juni 2020

/Alexey Novikov, stock.adobe.com

Brüssel – Bei einer Spendenkonferenz der EU-Kommission und der Initiative „Global Citi­zen“ zur Finanzierung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 sind vorges­tern 6,15 Milliarden Euro zusammengekommen.

Allein die Europäische Investitionsbank steuerte 4,9 Milliarden Euro bei, wie EU-Kommis­sionschefin Ursula von der Leyen zu Beginn der Spenderkonferenz bekannt gab. Demnach nahmen 40 Regierungen an der Onlineveranstaltung teil. Zahlreiche Popstars unterstütz­ten die Spendenaktion mit einem Benefiz-Konzert.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte 383 Millionen Euro Unterstützung von Deutschland zu. Impfstoffe, Tests und Medikamente müssten „weltweit verfügbar, bezahl­bar und zugänglich sein“, sagte Merkel in einem im Kurzbotschaftendienst Twitter ver­öffentlichten Video.

„Wir werden diese Pandemie erst dann beenden, wenn sie überall beendet ist“, sagte von der Leyen zum Auftakt der Veranstaltung. „Und das bedeutet, dass jeder Mensch auf der Welt Zugang zu Tests, Behandlungen und Impfstoffen hat, unabhängig davon, wo er lebt, woher er kommt und wie er aussieht.“

Das gesammelte Geld soll vor allem für die Entwicklung eines Impfstoffs eingesetzt wer­den und dazu beitragen, dass er auch ärmeren Ländern zur Verfügung gestellt wird.

An einem Onlinekonzert vorgestern beteiligten sich zahlreiche Musikbands und interna­tionale Künstler. Nach einem Spendengipfel im Mai waren bereits knapp zehn Milliarden Euro von Staaten und Spendern zugesagt worden.

Die Gesamtsumme der Spenden liegt damit derzeit bei 15,9 Milliarden Euro. Nach Ein­schätzung der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) vom Freitag sind mehr als 30 Milliar­den Euro nötig, um einen Impfstoff und ausreichende Test- und Behandlungskapazitäten zu entwickeln. © afp/aerzteblatt.de

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