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Politik

Streeck schlägt Eingreiftruppe für Infektions­krankheiten vor

Montag, 29. Juni 2020

/picture alliance, Marcel Kusch

Frankfurt – Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat angesichts der Coronapandemie schnelle Eingriffsmöglichkeiten bei Infektionskrankheiten auf nationaler und internatio­naler Ebene vorgeschlagen.

So müsse etwa die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) gestärkt werden, sagte Streeck in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Seiner Meinung nach sollte es „ein Emergency Response Team der WHO“ geben. „Eine Einheit, die weltweit Infektionen eindämmen kann“.

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Auch für Deutschland wünscht er sich „eine Eingreiftruppe für Infektionskrankheiten.“ Diese solle ein Verband sein, der national agiere, „nicht ausschließlich auf der Ebene der Länder“. Für sinnvoll hält er, einen solchen Verband „beim Robert Koch-Institut anzudo­cken“. Dieser solle eigenes Eingreifpersonal haben und auch auf das Technische Hilfswerk zurückgreifen können.

Bei der Pandemiebekämpfung in Deutschland hatte es immer wieder Diskussionen um ein bundeseinheitliches Vorgehen gegeben. Alleingänge einzelner Länder, etwa bei Lo­ckerun­gen der Schutzmaßnahmen, waren wiederholt in die Kritik geraten.

Der Virologe warnte zugleich vor weiteren und möglicherweise noch gefährlicheren Pan­demien in der Zukunft. „Das kann passieren“, sagte Streeck.

Auch ein bekanntes Virus könne sich verändern und aggressiv werden, wie die Spanische Grippe vor hundert Jahren. „Oder die Aedes-Mücke wird durch den Klimawandel bei uns heimisch, und wir bekommen es mit Dengue-Fieber zu tun.“ © dpa/aerzteblatt.de

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