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Politik

Techniker Krankenkasse im Minus

Montag, 29. Juni 2020

/picture alliance, Revierfoto

Hamburg – Die Techniker Krankenkasse (TK) verzeichnet in ihrer Jahresrechnung für 2019 ein Minus von rund 469 Millionen Euro. Das geht aus dem gerade erschienenen Ge­schäfts­bericht der Kasse hervor.

Als Gründe gab die TK „zahlreiche Gesetze aus der aktuellen und der vergangenen Legis­laturperiode“ an, außerdem habe die Kasse ihren Zusatzbeitrag um 0,2 Prozent­punkte auf 0,7 Prozent gesenkt. Damit sei die Kasse ihrer Verpflichtung nachgekommen, Finanzreser­ven abzubauen. Der Zusatzbeitrag der TK liege im Augenblick 0,4 Prozent unter dem ge­setzlichen Durchschnitt.

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„Das Finanzergebnis ist einerseits auf den geplanten Reservenabbau zurückzuführen, spie­gelt aber andererseits auch wider, dass die Leistungsausgaben in der gesamten ge­setzlichen Kran­ken­ver­siche­rung deutlich stärker angestiegen sind als erwartet“, sagte Dominik Kruchen, Vorsitzender des TK-Verwaltungsrats.

Die Ausgaben der TK für die medizinische Versorgung stiegen im Jahr 2019 laut dem Be­richt auf insgesamt 28,3 Milliarden Euro und damit um 6,4 Prozent je Versicherten. 2018 hatte der Anstieg 3,5 Prozent betragen.

Die Ausgaben für Krankenhausbehand­lungen sorgen wie in den Vorjahren für die meisten Ausgaben. 2019 ergibt sich eine Summe von insgesamt 8,4 Milliarden Euro. Es folgen Arzt­behandlungen (5,6 Milliarden Euro) und Ausgaben für Arzneimittel (4,9 Milliarden Euro).

Die Leistungsausgaben der TK-Pflegeversicherung stiegen im Jahr 2019 auf 2,4 Milliarden Euro. Die größten Posten waren dabei die Ausgaben für Pflegegeld (799 Millionen Euro) und für stationäre Leistungen (608 Millionen Euro). 4,1 Milliarden Euro gingen an den Ausgleichsfonds der sozialen Pflegeversicherung.

Die TK ist im Geschäftsjahr 2019 mit Blick auf die Mitglieder- und Versichertenzahlen weiter gewachsen. Mehr als 10,5 Millionen Menschen waren zum Stichtag 1. Januar 2020 bei der TK versichert, das ist ein Plus von 2,4 Prozent. Die Mitgliederzahl ist um 2,9 Pro­zent auf mehr als acht Millionen gestiegen. © hil/aerzteblatt.de

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