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Tests in Schlachthöfen in Rheinland-Pfalz begonnen

Montag, 29. Juni 2020

/davit85, stock.adobe.com

Mainz/Wittlich – Das Ge­sund­heits­mi­nis­terium in Rheinland-Pfalz rechnet Ende dieser oder Anfang kommender Woche mit Ergebnissen zu den Reihentests in Schlacht- und fleischverar­beitenden Betrieben in dem Bundesland.

Insgesamt würden ab dieser Woche neben zwei großen Betrieben mit mehreren hundert Beschäftigten – in Wittlich und Rheinhessen – vier weitere Betriebe mit zwischen 20 und 100 Mitarbeitern durchgetestet, teilte das Ministerium heute in Mainz mit.

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Diese weiteren Betriebe seien im Eifelkreis Bitburg-Prüm, im Rhein-Lahn-Kreis, sowie den Kreisen Kaiserslautern und Alzey-Worms. Die Tests selbst lägen in der Verantwortung der jeweiligen Gesundheitsämter.

Nach dem massiven Ausbruch von SARS-CoV-2 bei Tönnies in Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung in Mainz angeordnet, alle Beschäftigten in sechs fleischverarbeiten­den Betrieben in Rheinland-Pfalz auf das Virus zu testen. Schlacht­betriebe in Größenord­nungen wie in Nordrhein-Westfalen gibt es in Rheinland-Pfalz nicht.

Rund um den größeren Schlachthof in Wittlich sollten heute zunächst die Mitarbeiter des Fleischhygieneamtes getestet werden, wie der Sprecher der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich in Wittlich sagte.

Morgen und Donnerstag seien Testungen von rund 600 Mitarbeitern des Schlachtbetriebs geplant. Übermorgen und Freitag sollten Fleischklassifizierer, Fahrer und Reinigungs­per­so­nal Abstriche in der Coronateststation abgeben. Insgesamt gebe es 700 Testungen.

In Wittlich sind seit Anfang Juni zwei Mitarbeiter des Schlachthofs positiv auf COVID-19 getestet worden. Es habe sich um Einzelfälle gehandelt, Umfelduntersuchungen blieben negativ, sagte der Sprecher.

Hinzu kamen zwei weitere Fälle von Infektionen bei Beschäftigten, die den Betrieb aber nicht betreten hätten: Bei ihnen sei das Virus nach deren Rückkehr aus dem Heimat­urlaub bei einer Eingangstestung entdeckt worden, hieß es.

Für die Reihentests war im Kreis Bernkastel-Wittlich die Zahl der Teststrecken bis zum Wochenende aufgestockt worden, so dass nun bis zu fünf Testungen gleichzeitig möglich sind.

In dem größeren fleischproduzierenden Betrieb im rheinhessischen Kreis Alzey-Worms sollten bereits heute alle Mitarbeiter getestet werden, wie eine Kreissprecherin sagte. Insgesamt waren hier rund 1.000 Abstriche vorgesehen. © dpa/aerzteblatt.de

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