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Uniklinikum Hamburg-Eppendorf droht Fehlbetrag

Montag, 29. Juni 2020

/picture alliance, Bodo Marks

Hamburg – Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2019 rechnet das Hamburger Universi­täts­klinikum Eppendorf (UKE) in diesem Jahr mit einem wirtschaftlichen Einbruch. Auf­grund fehlender Ausgleichsmechanismen in der Coronakrise drohe ein Fehlbetrag in zwei­stelli­ger Millionenhöhe, teilte das Klinikum heute mit.

Das Krankenhausentlastungsgesetz sehe zwar einen Ausgleich von 560 Euro pro Tag und freigehaltenem Bett vor. Dieser Betrag reiche aber nicht, um die Ausfälle auf den beson­ders kostenträchtigen Intensivstationen und Einnahmeverluste anderer Art zu kompensie­ren, erläuterte eine Sprecherin.

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Im vergangenen Jahr habe das UKE seinen Überschuss um 1,5 Millionen Euro auf 3,6 Millionen gesteigert. Es sei das wirtschaftlich erfolgreichste Jahr seit 2014 gewesen. „Mit diesem Ergebnis sind wir sehr zufrieden“, erklärte die Kaufmännische Direktorin Marya Verdel.

Vor zwei Jahren hatte der Hamburger Senat erklärt, er werde das Klinikum von 2019 bis 2023 mit zusätzlichen Mitteln von jährlich 56 Millionen Euro unterstützen. Die Leitung des UKE hatte damals von einem Befreiungsschlag gesprochen.

Die sogenannten Drittmittel für Forschungsprojekte stiegen im vergangenen Jahr um 12,8 Prozent, und zwar von 98,2 Millionen auf 110,8 Millionen Euro. Die Auslastung des UKE erhöhte sich von 84,7 Prozent im Jahr 2018 auf 85,2 Prozent in 2019. Es wurden 511.440 Patienten (2018: 506.697) behandelt, 106.433 von ihnen stationär. Mit mehr als 1.730 Betten ist das UKE der größte Klinikstandort in Hamburg. © dpa/aerzteblatt.de

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