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Ärzteschaft

KV Berlin schließt Abklärungsstellen auf SARS-CoV-2

Mittwoch, 1. Juli 2020

/picture alliance

Berlin – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin kehrt zum Normalbetrieb zurück. Sie hat die Abklärungsstellen im Vivantes Klinikum Prenzlauer Berg und im Wenckebach-Klinikum sowie im Evangelischen Krankenhaus, die Mitte März temporär eingerichtet worden waren, zum 30. Juni geschlossen.

Der starke Rückgang der Testzahlen in den drei Corona-Abklärungsstellen mit KV-Beteili­gung, der anhaltende Rückgang bei den Infektionszahlen in Berlin und die mittlerweile guten Voraussetzungen für Tests in den Arztpraxen habe den Schritt notwendig gemacht, hieß es aus der KV.

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„In den vergangenen Wochen sind immer weniger Menschen in die Abklärungsstellen ge­kommen, um sich testen zu lassen, sodass wir den Nutzen hinterfragen mussten“, begrün­det der stellvertretende KV-Vorsitzende Burkhard Ruppert die Entscheidung.

Mittlerweile sei die ambulante Versorgung in Berlin sehr gut gerüstet, um bei Bedarf selbst testen zu können. „Wer den Verdacht hat, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, kann bereits seit geraumer Zeit einen Abstrich in den meisten der Berliner Hausarztpra­xen vornehmen lassen“, so Ruppert. Dabei gelte nach wie vor: Patienten mit Krankheits­symptomen sollten ihre Hausarztpraxis im ersten Schritt telefonisch kontaktieren.

Neben der Ausstattung der mehr als 6.500 Praxen mit Schutzausrüstung hat die KV Berlin ein Netz von COVID-19-Praxen ins Leben gerufen. In 30 COVID-19-Praxen, die sich auf ganz Berlin verteilen, können sich Patienten mit Verdacht auf COVID-19 testen und be­handeln lassen. An eine COVID-19-Praxis kann sich wenden, wer an typischen Erkältungs- oder Grippesymptomen leidet und keinen eigenen Hausarzt hat oder dieser nicht selbst Tests durchführt.

Ebenfalls weitergeführt wird das COVID-Care-Projekt. Der Ansatz dieses Versorgungsan­ge­botes, das es aktuell nur in Reinickendorf gibt, besteht darin, dass Patienten mit einer COVID-19-Infektion, die sich in häuslicher Quarantäne befinden, engmaschig medizinisch betreut werden, um bei einer möglichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes gegensteuern zu können. Laut KV gibt es aktuell Überlegungen, das Projekt bei Bedarf auf ganz Berlin auszuweiten.

„Die vergangenen Monate haben uns gezeigt, dass Krise keine Sektorengrenzen kennt und wir schnell gemeinsame Lösungen finden konnten“, lobt der KV-Vorstand die Zusam­menarbeit zwischen ambulanter und stationärer Versorgung und das gute Miteinander von niedergelassenen Ärzten, KV-Mitarbeitern und Krankenhausmitarbeitern in den drei Abklärungsstellen.

In Berlin seien in kürzester Zeit Strukturen ins Leben gerufen worden, die beim Umgang mit der Pandemie geholfen hätten – gute Voraussetzungen, um bei einer möglichen „zwei­ten Welle“ schnell reagieren zu können. „Und sollte es die aktuelle Situation not­wen­dig machen, werden wir entsprechend reagieren“, so Ruppert. © may/EB/aerzteblatt.de

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