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Vermischtes

Kreiskranken­haus Greiz bestätigt SARS-CoV-2-Infektio­nen

Freitag, 3. Juli 2020

/totojang1977, stock.adobe.com

Greiz – Das Greizer Kreiskrankenhaus in Thüringen hat bestätigt, dass zwischen dem 19. März und dem 18. Mai 69 Mitarbeiter des Hauses positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden sind. Seither seien keine neuen Fälle innerhalb der Klinikbelegschaft nachgewiesen worden, teilte das Krankenhaus gestern Abend mit. Unklar sei, ob die Mit­ar­beiter sich im beruflichen oder privaten Umfeld infiziert hatten.

Positiv getestetes Personal seien „zu keiner Zeit nach Bekanntwerden des Testergebnisses
mehr im Krankenhaus tätig“ gewesen, versicherte die Krankenhausleitung dem Deutsch­en Ärzteblatt. Gemäß den Em­pfehlungen des RKI dürften positiv getestete Mitarbeiter erst dann wieder zum Dienst erscheinen, wenn sie zuvor zweimal (im Abstand von 48 Stunden) negativ getestet wor­den seien.

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Das Klinikum reagierte mit der Stellungnahme auf einen Bericht der Zeit. Den darin ge­äu­ßerten Verdacht, mehr positive Fälle seien nur deshalb nicht erkannt worden, weil nur zurückhaltend auf eine Infektion getestet worden sei, wies die Klinik zurück. Auch aus Sicht des Gesundheitsamtes seien die Testkapazitäten im Klinikum Greiz zu jeder Zeit ausreichend gewesen.

Das Blatt hatte weiter berichtet, ein Patient habe nach einer Operation das Zimmer mit einem COVID-19-Patienten geteilt, sei ohne Test entlassen worden und Tage später eben­falls an COVID-19 erkrankt.

Aufgrund der ärztlichen Schweigepflicht könne man zu dem konkreten Einzellfall keine Auskünfte geben, so das Krankenhaus. Man stehe aber mit der Redaktion der Zeit in Kon­takt, um den möglicherweise betroffenen Patienten zu ermitteln und den Fall aufzuar­bei­ten. Grundsätzlich würden im Greizer Kreiskrankenhaus Patientenströme „konsequent voneinander getrennt.“

Bestätigt wurde, dass die Höchstbelegung auf der Corona-Behandlungsstation des Kran­ken­hauses für einige Tage bei 25 Patienten lag, die von zwei Pflegekräften und zwei Pfle­gehilfskräften betreut wurden. „Dies ist eine für Krankenhäuser übliche Betreuungsrate“, so die Klinikleitung.­

Der 1:10 Schlüssel, auf den der Artikel in der Zeit Bezug nehme, gelte etwa für die pfle­ge­sensitiven Bereiche Geriatrie, Unfallchirurgie und Neurologie in der Tagschicht, erklär­te auch ein Sprecher des Thüringer Sozialministeriums auf Anfrage. „Da es keinen eige­nen Pflegepersonalschlüssel für „Corona-Stationen“ gibt, ist eine Orientierung an dem Schlüssel für pflegeintensive Bereiche nachvollziehbar.“

Der Kreis Greiz mit rund 98.000 Einwohnern war lange der größte Hotspot der Pandemie in Thüringen und sorgte mit hohen Infektionsraten auch bundesweit für Aufsehen. Nach Zahlen des Sozialministeriums sind bisher in dem Ostthüringer Landkreis 669 Menschen positiv auf das neuartige Virus SARS-CoV-2 getestet worden, 48 sind an oder mit einer solchen Infektion gestorben.

Unterdessen verharrt die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Thüringen auf niedrigem Niveau. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie laut Staatskanzlei bislang 3.260 Menschen nachweislich infiziert. Schwer verlaufen ist die In­fektion den Angaben zufolge bei 102 Erkrankten, die auf Intensivstationen behandelt werden mussten. 181 Menschen mit einer SARS-CoV-2Infektion starben. Nach Schätzun­gen sind in Thüringen 3.050 Menschen wieder genesen. © dpa/aerzteblatt.de

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