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Weizsäcker-Mord­prozess: Urteil für Mittwoch geplant

Montag, 6. Juli 2020

Der 57-jährige Angeklagte steht hinter Eckart Wähner, Verteidiger (Archivbild). /picture alliance, Carsten Koall

Berlin – Im Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder des Berliner Chefarztes Fritz von Weiz­säcker sind für übermorgen (8. Juli) die Plädoyers und auch die Verkündung eines Urteils vorgesehen. Das gab das Landgericht heute bekannt.

Allerdings ist offen, ob die Verteidiger noch einen Antrag im Zusammenhang mit dem psy­chiatrischen Gutachten über den Angeklagten stellen. Ihr 57-jähriger Mandant, der einem Sachverständigen zufolge bei der Tat wegen einer Erkrankung in seiner Steuerungsfähigkeit erheblich vermindert war, hatte von „Befangenheit“ gesprochen.

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Der jüngste Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker wurde am 19. No­vember 2019 durch einen Stich in den Hals gegen Ende eines Vortrags in der Schloss­park­klinik Berlin getötet. Die Tat hatte bundesweit Entsetzen hervorgerufen.

Dem Angeklagten aus Andernach in Rheinland-Pfalz werden Mord an dem 59-jährigen Pro­fessor sowie versuchter Mord an einem Polizisten zur Last gelegt. Der Beamte, der privat zu dem Vortrag gekommen war, wollte den Angreifer stoppen und war direkt dazwischen­ge­gangen.

Als Mordmotiv nimmt die Staatsanwaltschaft Hass auf die Familie des Getöteten an, insbe­sondere auf den früheren Bundespräsidenten. © dpa/aerzteblatt.de

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