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Ausbruch bei Caterer: Auch Schüler und Lieferanten infiziert

Montag, 6. Juli 2020

Das Logo vom Klinikum der Universität München und das Logo von Apetito Catering sind vor einem Gebäude des Catering-Unternehmens im Gewerbepark Gilching zu sehen. /picture alliance, Matthias Balk

Starnberg – Nach dem SARS-CoV-2-Ausbruch bei einem Caterer im oberbayerischen Gil­ching sind auch zwei Mitarbeiter eines Essenslieferanten und zwei Schulkinder positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Die Lieferanten hatten Essen des Caterers in das Klinikum Großhadern gebracht. Die Schulkinder gehören zu den positiv getesteten Bewohnern einer Flüchtlingsunterkunft in Herrsching. Sie seien Anfang der Woche noch in der Schule gewesen, deshalb würden heute auch die Klassenkameraden der beiden getestet, sagte eine Sprecherin des Land­ratsamtes Starnberg.

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Die beiden infizierten Schüler besuchten eine zweite und eine fünfte Klasse mit je elf Kin­­dern. Ihre Mitschüler und zwei Lehrkräfte seien unter Quarantäne gestellt worden. Auch bei einem Kindergartenkind aus Herrsching wurde Corona nachgewiesen. Es war allerdings seit der Öffnung der Einrichtung nach dem Lockdown nicht mehr in der Kita.

Für äußerst unwahrscheinlich hält es das Landratsamt dagegen, dass das Coronavirus über die Essenslieferanten in das Klinikum Großhadern gelangt sein könnte. Das Essen sei kontaktlos geliefert worden. Trotzdem werde man das überprüfen.

Eine ganze Reihe der rund 120 Mitarbeiter des Caterers Apetito war in Flüchtlingsein­rich­tungen untergebracht. Fünf Gemeinschaftsunterkünfte wurden wegen positiver Tester­geb­nisse der Bewohner unter Quarantäne gestellt.

Bei zwei Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft in Weßling wurden nach Auskunft des Land­ratsamtes am späten Freitagabend Infektionen bestätigt. Damit gibt es dort vier In­fizierte. Sie lebten gemeinsam in einem Wohncontainer und wurden nun isoliert.

Auch in anderen Gemeinschaftsunterkünften wurde umfassend getestet – die Ergebnisse lägen nun zum großen Teil vor, hieß es aus dem Landratsamt. In den Unterkünften Herr­sching-Breitbrunn und Seefeld seien alle Tests negativ ausgefallen. In der Gemeinschafts­unterkunft Herrsching wurden sechs Personen positiv getestet, darunter die drei Kinder.

Die Infektionen waren vor knapp zehn Tagen entdeckt worden, nachdem einer der Be­woh­ner aus der Gemeinschaftsunterkunft Hechendorf wegen leichter Symptome zum Arzt gegangen war. Mittlerweile wurden im Zusammenhang mit dem Cateringunternehmen rund 50 Menschen positiv auf das Virus getestet.

Unabhängig von den Infektionen bei Apetito gab es auch andernorts im Freistaat neue Infektionen. So meldete der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen/Geretsried in einer Ge­meinschaftsunterkunft in Geretsried weitere 13 Fälle.

Unter den Infizierten seien auch vier Schulkinder, die aber keine Symptome zeigten. Zwei Grundschulklassen wurden deshalb laut Behörde unter Quarantäne gestellt, sie sollen ebenfalls auf eine mögliche Infektion getestet werden. © dpa/aerzteblatt.de

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