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Politik

Merkel dankt älteren Menschen für Verständnis

Montag, 6. Juli 2020

/picture alliance, Kay Nietfeld

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat älteren Bürgern für ihre Haltung und ihr Verständnis in der Pandemie gedankt. Für die Älteren, die allein in ihren Wohnungen oder in Pflegeheimen lebten, sei das Schmerzhafteste sicher gewesen, „über lange Wo­chen die Kinder und Enkel nicht sehen, nicht einfach in den Arm nehmen zu können“, sagte Merkel vorgestern in ihrem wöchentlichen Videopodcast.

„Trotz all dieser Härten habe ich bei vielen Älteren nicht Zorn, sondern häufig Verständ­nis für unsere Politik der notwendigen Kontaktbeschränkungen gefunden“, sagte Merkel. „Dafür danke ich sehr.“

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Auch in Zeiten, in denen das Virus gerade für ältere Menschen eine sehr reale Gefahr dar­stelle, dürfe es keine völlige Vereinsamung geben, führte die Kanzlerin aus. Bund und Länder hätten deshalb vereinbart, dass Bewohner in Pflegeeinrichtungen und Kranken­häusern einerseits besonderen Schutz vor einer Infektion brauchen, aber gleichzeitig ihr Grundrecht auf Selbstbestimmung und Teilhabe zu achten sei.

„Viele Alten- und Pflegeheime gehen vorbildlich und einfühlsam mit den Bedürfnissen ihrer Bewohner um und suchen nach guten und kreativen Lösungen“, sagte Merkel. Ver­stärkte Tests, auch bei Menschen ohne Symptome in Pflegeeinrichtungen, würden künftig dabei helfen, noch mehr für die alten Menschen zu tun.

„Wir wollen kein Land sein, in dem die Straßen und Verkehrsmittel nur den Robustesten und den Jungen gehören und alle anderen, gerade Ältere, sich kaum heraustrauen, weil sie die Ansteckung fürchten“, sagte Merkel. Jeder könne etwas sehr einfaches tun, um den älteren Menschen seinen Dank auszudrücken, nämlich die grundlegenden Hygiene- und Abstandsregeln befolgen. © afp/aerzteblatt.de

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Avatar #830245
Hortensie
am Donnerstag, 16. Juli 2020, 14:25

Politiker bedanken sich bei denen, für die sie zu wenig getan haben

Gerade für die älteren Menschen bzw. Menschen der Risikogruppen wurde bisher nichts (bzw. nicht viel) getan.
Dank sagen ist billiger, als eine Berücksichtigung eines Augabepostens im Konjunkturpaket für diese Personengruppen.
Dabei hätte man durchaus auch dieser Personengruppe das Leben erleichtern können.
Da gerade ältere Menschen Hitze aus gesundheitlichen Gründen schlecht vertragen, hätte man eine Klimaanlage, die durch Solarstrom betrieben wird, zumindest bezuschussen können.
Da hätten auch die Handwerker, die dies installieren noch etwas davon gehabt.
Und es gäbe sicher noch einige andere bezuschussbare sinnvolle Leistungen für die Risikogruppen.
Avatar #830245
Hortensie
am Mittwoch, 15. Juli 2020, 23:07

Verstärkte Tests bei Menschen ohne Symptome in Pflegeeinrichtungen?

MIr scheint, dass Merkel nicht ganz im Bilde ist über die Testpraxis in Pflegeeinrichtungen. Denn das Pflegeheim, in dem meine Mutter lebt, wurde Ende Mai zum 1. und bisher einzigsten Mal getestet.
Baden-Württemberg testet mittlerweile ganz wenig. Wenig testen heißt, wenig Fälle. Wenig Fälle suggerieren, dass keine Infektionen mehr bestehen. So einfach kann man die Fallzahlen reduzieren.
Und ich glaube nicht, dass die Menschen, die in den Pflegeheimen sterben, nach dem Tod noch auf Corona untersucht werden ...
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