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Politik

Mehr Geld für Hospizdienste in Mecklen­burg-Vorpommern

Dienstag, 7. Juli 2020

/picture alliance, Felix Kästle

Schwerin – Die Krankenkassen in Mecklenburg-Vorpommern stocken ihre finanziellen Zu­wendungen an die 16 ambulanten Hospizdienste im Land auf. Wie aus einer gestern in Schwerin verbreiteten Mitteilung hervorgeht, stellen sie für das laufende Jahr 1,6 Millio­nen Euro für die Sterbebegleitung bereit.

Damit steige die Summe im Vergleich zum Vorjahr um 120.000 Euro. Die Förderung gehe direkt an die Hospizdienste als Zuschüsse für Personal- und Sachkosten.

Mit dem Geld werde unter anderem auch die Aus- und Fortbildung in der ehrenamtlichen Sterbebegleitung finanziert, in der sich laut Mitteilung in Mecklenburg-Vorpommern rund 740 Menschen engagieren.

Im Rahmen der Hospizarbeit begleiten sie todkranke Men­schen in ihrer letzten Lebens­pha­se, ermöglichen ihnen so einen würdevollen Abschied, spenden Trost und stehen An­gehörigen in den schweren Stunde bei.

Neben den ambulanten Hospizdiensten mit vornehmlich ehrenamtlichen Helfern gibt es in Mecklenburg-Vorpommern auch stationäre Einrichtungen, in denen Sterbende beson­dere Zuwendung erhalten.

Diese seien häufig in der Nähe von Pflegeheimen und Kliniken angesiedelt, erklärte die Schweriner Oberärztin Barbara Annweiler. Sie ist Vorsitzende der Landesarbeitsgemein­schaft Hospiz und Palliativmedizin. Nach ihren Angaben finanziert sich die Sterbebeglei­tung zu großen Teilen auch aus Spenden.

Der wachsende Bedarf an sozialer Betreuung bis in den Tod sei auch in der Bevölke­rungs­entwicklung im Nordosten begründet. Viele ältere Menschen lebten allein, Angehörige seien wegen des lange Zeit begrenzten Angebots an Arbeitsplätzen weggezogen, erklärte Annweiler. © dpa/aerzteblatt.de

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