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Forschung zur Vermeidung von Tierversuchen erhält weitere Mittel

Freitag, 10. Juli 2020

/dpa

Hannover/Aachen – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verlängert ihre Förde­rung für die Tierversuchsforschung. Die Forschungsgruppe 2591 „Belastungseinschätzung in der tierexperimentellen Forschung“ („Severity Assessment in Animal Based Research“) untersucht, wie sich Belastungen von Versuchstieren erkennen, verringern oder ganz ver­meiden lassen.

Der Verbund aus sechs wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland unter der Lei­tung von André Bleich, Leiter des Instituts für Versuchstierkunde und des Zentralen Tier­laboratoriums der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), und René Tolba, Direktor des Instituts für Versuchstierkunde an der Uniklinik RWTH Aachen, erhalten für weitere drei Jahre 5,9 Millionen Euro von der DFG.

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Die Forscher haben in der ersten Förderperiode untersucht, welche Messgrößen am bes­ten geeignet sind, um Belastungen bei den Tieren zu erfassen. Außerdem erstellten sie Formeln, die aus den Messgrößen eine Aussage über den Schweregrad der Belastung ab­leiten. Weiterhin haben sie ein Konzept entwickelt, das die verschiedenen Messmethoden und Beobachtungen aus allen Einzelprojekten online erfasst und in einer Übersicht zu­sammenführt.

„Dieses System erlaubt uns erstmals, die Bedingungen für Versuchstiere überall nach denselben Maßstäben objektiv einschätzen und verbessern zu können“, erklärte Bleich.

In der zweiten Förderphase will sich die Forschungsgruppe vor allem mit der breiten An­wendung der Systeme beschäftigen. Dafür sollen die Messgrößen automatisch erfasst und ausgewertet werden.

Die Wissenschaftler wenden mit ihrem Vorhaben nach eigenen Angaben das „3R-Prinzip“ zu Tierversuchen an. Es steht für „Replace“ (Vermeiden von Tierversuchen durch das Fin­den alternativer Methoden), „Reduce“ (Verringern der Zahl benötigter Tiere) und „Refine“ (Verminderung der Belastung). © hil/aerzteblatt.de

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