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Politik

Weiterhin Kritik an Finanzierung der Krebsberatung

Donnerstag, 9. Juli 2020

/JPC-PROD, stock.adobe.com

Berlin – Die ambulante Krebsberatung wird weiterhin nur unzureichend finanziert, ob­wohl seit Anfang Juli eine gesetzliche Regelung dazu greift. Das kritisiert die Deutsche Krebsgesellschaft.

Die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) finanziert ab sofort rückwirkend zum Jahres­anfang 40 Prozent der Kosten der in der Krebsberatung anfallenden Beratungs­leistungen. Sie setzt damit eine Anfang 2020 in Kraft getretene gesetzliche Regelung im Paragraf 65e des Fünften Sozialgesetzbuches um.

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„Doch im Erstattungskatalog vorgesehen sind nur Beratungen bei psychischen Belas­tun­gen. Kosten für eine umfänglich psychosoziale Beratung, die auch sozialrechtliche Unter­stützung ermöglicht, sind hingegen auch jetzt nicht gedeckt“, erläutert die Krebsge­sell­schaft.

Die Fachgesellschaft weist daraufhin, dass die Sicherstellung einer ambulanten psycho­onko­logischen Versorgung und damit auch eine gesicherte Finanzierung eines von ins­gesamt 13 Zielen des Nationalen Krebsplans sei.

Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium hat diesen gemeinsam mit der Deutschen Krebsge­sellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzent­ren bereits 2008 initiiert, mithin vor zwölf Jahren.

„Während der Erkrankungsphase treten oft psychische Belastungen und Probleme bei der Existenzsicherung auf. Die Finanzierung der psychosozialen Beratungsleistungen muss deshalb in ganz Deutschland gesichert sein“, sagte Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft.

Er begrüßte, dass mit der Teilfinanzierung der Kassen nun immerhin ein erster Schritt zur Kostendeckung und Qualitätsentwicklung in der Krebsberatung gelungen sei. „Neben dem nun gesicherten Anteil der GKV brauchen wir einen Einstieg der Rentenversich­erung in die Finanzierung der Krebsberatungsstellen. Dafür ist eine gesetzliche Initiative des Bundesarbeitsministeriums dringend notwendig“, betonte Bruns. © hil/aerzteblatt.de

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