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Politik

Bund will Teil der bestellten Beatmungsgeräte nicht mehr abnehmen

Freitag, 10. Juli 2020

/picture alliance/dpa

Berlin – Die Bundesregierung will Herstellern offenbar einen Teil der ursprünglich be­stell­ten Beat­mungs­geräte zur Behandlung von Patienten mit COVID-19 nicht mehr ab­nehmen.

Das geht dem Spiegel zufolge aus der Antwort des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums auf eine Kleine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Christoph Hoffmann hervor.

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Demnach wurden den Bundesländern für den Zeitraum zwischen April und Juli 4.250 Appa­rate der deutschen Hersteller Löwenstein und Drägerwerk zum Abruf bereitgestellt. Insge­samt sollten im Zuge der Pandemie mehr als 20.000 Geräte beschafft werden.

Angesichts des sinkenden Bedarfs im Zuge des Rückgangs der Infiziertenzahlen seien mit einigen Herstellern nunmehr reduzierte Lieferverträge vereinbart worden, hieß es den An­gaben zufolge in der Stellungnahme.

Der FDP-Politiker Hoffmann kritisierte das Vorgehen. Verträge müssten bedarfsgerecht ab­geschlossen werden, forderte er. Schließlich gehe es um „Steuergelder, die dann wo­anders fehlen“.

Ein Teil der Geräte, die künftig noch geliefert werden, soll den Angaben zufolge nicht direkt an Krankenhäuser gehen, sondern in die neu zu errichtende „Nationale Reserve Gesund­heits­schutz“. Sie solle den Bedarf bis zu sechs Monate decken. © afp/aerzteblatt.de

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Avatar #88255
doc.nemo
am Montag, 13. Juli 2020, 11:06

Meine Prognose:

Die Geräte werden nach einiger Zeit billig nach China verscherbelt, von wo wir sie bei der nächsten Pandemie für Wucherpreise zurückkaufen.
Avatar #722003
Hausarsch
am Montag, 13. Juli 2020, 09:56

Gauner

Liebe Hersteller,
bei Geschäften mit Gaunern immer Vorauskasse!
Avatar #835470
Chilly72
am Sonntag, 12. Juli 2020, 17:20

wie jetzt...???

...kommt jetzt doch keine zweite Welle?
Was mach ich jetzt mit meinem ganzen Klopapier und den Nudeln... 🤔🙄🤦
Avatar #830245
Hortensie
am Samstag, 11. Juli 2020, 11:59

Vorratshaltung stark erweitern !

Die Pandemie hat gezeigt, dass es keine Vorratshaltung für die Bewältigung der gesundheitlichen Folgen einer Pandemie in D gegeben hat - trotzdem seit 2013 das RKI und andere Institutionen vor einer Corona-Pandemie gewarnt haben und das Szenario so beschrieben haben, wie wir es in den letzten Monaten erlebt haben.
Die fehlende Vorratshaltung war ein sehr großer Fehler der Regierungen unter Merkel. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter waren in dieser Zeit:
Flach (FDP, 2011 bis 2013), Gröhe (CSU 12/2013 bis 2017) und Spahn (CDU, aktuell)
Beatmungsgeräte, die derzeit nicht benötigt werden, können doch in vollem Umfang einer Vorratshaltung zugeführt werden?!
Sie zu bestellen und nicht abzunehmen, finde ich ist nicht in Ordnung. Denn so vergrault man sich auch die Firmen, die in solchen Notsituationen ihre Produktionen erweitern, um zu helfen.
Generell sollte man eine sehr große Vorratshaltung auch bei anderen notwendigen med. Gütern anlegen.
Es kann bei den sicher kommenden künftigen Pandemien auch für Deutschland schlimmer kommen.
LNS

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