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Politik

Merkel fordert internationale Zusammenarbeit in der Coronakrise

Montag, 13. Juli 2020

/picture alliance, ANP

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat gemahnt, bei Herausforderungen wie der Coronapandemie auf internationale Zusammenarbeit zu setzen. „Nur wenn wir auf diese globale Bedrohung globale Antworten finden, haben wir die Chance, aktuell und künftig Pandemien zu besiegen“, sagte Merkel vorgestern in ihrem wöchentlichen Video­podcast.

Sie machte darin anlässlich des Weltbevölkerungstags der Vereinten Nationen (UN) auf die Herausforderungen durch das Bevölkerungswachstum vor allem in Entwicklungslän­dern aufmerksam. „Wir erleben gerade, dass eine Pandemie gewaltige zusätzliche Ge­fahren und Belas­tungen für die Weltgemeinschaft bedeuten kann“, mahnte Merkel.

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Die Bundesregierung beteilige sich an den Programmen der internationalen Organisatio­nen im Kampf gegen das Coronavirus. Es seien „gewaltige Herausforderungen“, vor denen die Weltgemeinschaft derzeit stehe. Sie sehe aber in vielen Staaten „die große Bereit­schaft, diese Herausforderungen gemeinsam anzugehen – das stimmt mich hoffnungs­voll.“

Merkel erinnerte auch grundsätzlich an die Herausforderungen dadurch, dass die Weltbe­völkerung jedes Jahr um etwa 80 Millionen Menschen wachse und zwei Drittel dieses Wachstums in Entwicklungsländern stattfinde. „Wir sprechen von Staaten und Weltregio­nen, die ohnehin schon herausgefordert sind“, sagte Merkel.

Diese Länder hätten mit „Armut, Hunger, Arbeitslosigkeit sowie mangelndem Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung zu kämpfen“. Ein „sehr dynamisches Bevölkerungs­wachstum“ sei eine zusätzliche Herausforderung. Deutschland unterstütze die Länder etwa über die Entwicklungszusammenarbeit.

Dabei spielten Frauen und Mädchen eine wichtige Rolle: „Wir wollen ihnen durch Bildung größere Berufschancen eröffnen und sie so wirtschaftlich selbständiger machen.“ Das er­höhe in der Regel die Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen in Fragen der Famili­en­planung und habe damit „natürlich Einfluss auf die Entwicklung der Weltbevöl­kerung“, sagte Merkel.

Die Kanzlerin verwies darauf, dass beim ersten Weltbevölkerungstag vor gut 30 Jahren fünf Milliarden Menschen auf der Erde gelebt hätten. Heute seien es 7,5 Milliarden. „Das bleibt nicht ohne Folgen“, sagte Merkel. Natürliche Ressourcen würden zum Teil über die Belastungsgrenze hinaus verbraucht. „Und wir sehen überall auf der Welt die Verschär­fung von Konflikten um Land, Wasser und Nahrungsmittel“, mahnte die Kanzlerin. © afp/aerzteblatt.de

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