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Ärzteschaft

BÄK plädiert für europäische Produktion von Schutzausrüstung und Medikamenten

Montag, 13. Juli 2020

/Dmitriy Kuzmichev, stock.adobe.com

Berlin – Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) tritt dafür ein, medizinische Güter, die zur Pande­miebekämpfung nötig sind, in Deutschland und Europa herzustellen. „Es darf nie wieder vorkommen, dass in einer Pandemie der Schutz von Ärzten und Patienten von in Fernost gefertigten Cent-Artikel abhängt“, sagte die Vize-Präsidentin der BÄK, Ellen Lunders­hau­sen.

Die Ankündigung des Bundeswirtschaftsministeriums, die Produktion von medizinischen Schutzmasken in Deutschland finanziell zu fördern, sei daher eine richtige politische Ent­scheidung, betonte sie.

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Lundershausen wies daraufhin, dass es nicht nur darum gehe, überhaupt über Schutz­aus­rüstung zu verfügen, sondern auch um deren Qualität. Im „Schutzmasken-Chaos der ers­ten Infektionswelle“ seien massenhaft mangelhafte und auch falsch deklarierte Schutz­kleidung an Ärzte und Kliniken zugeteilt worden.

„Solche Mängel sind keine Petitesse, sie bedeuten für Ärzte und andere Gesundheits­beru­fe akute Gefahr für Leib und Leben. Solche Mängel müssen dringend ausgeschlossen wer­den“, betonte die BÄK-Vizepräsidentin.

„Ebenso muss sichergestellt werden, dass es unter Pandemiebedingungen nicht zu Liefer­engpässen und Qualitätsdefiziten bei Arzneimitteln kommt“, sagte Lundershausen. Die Bun­desregierung sollte daher die deutsche EU-Ratspräsidentschaft dafür nutzen, die Pro­duktion besonders wichtiger Arzneimittel nach Europa zurückzuholen.

„Die zuständigen Behörden können ihre Überwachungsfunktion bei Standorten in Europa sehr viel besser ausüben als dies bei Produktionsstandorten in Drittstaaten der Fall ist“, sagte sie. Zudem seien kürzere Lieferketten von der Rohstoffherstellung bis zur Ausgabe der Arzneimittel in den Apotheken besser nachvollziehbar. © hil/aerzteblatt.de

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Dr.Richard Heil
am Montag, 13. Juli 2020, 19:08

In der Corona-Pandemie sind die Bordelle und der Strassenstrich geschlossen. Deswegen soll die BÄK ein Sexkaufverbot und das Nordische Modell von der Bundesregierung fordern

Sehr geehrte Kolleginen und Kollegen !
Die bundesweite Schließung der Bordelle hat die ganze Misere in der Prostitution geoffenbart. Die Frauen in der Prostitution haben keinen Versicherungsschutz in den Sozialsystemen, weder eigen Wohnraum noch Geld zur eigenen Verfügung. Die unwürdige Zwangshaltung von Frauen und Mädchen in den Bordellen und Laufhäusern verstößt gegen GG Art. 1. " Die Menschenwürde ist unantastbar. Sie zu schützen ist Aufgabe jeder staatlichen Gewalt. " Deswegen sind wir Ärzte gemäß unserem Hippokratischen Eid und unserer Ethischen Grundnormen und unserer Verpflichtung für die Menschenrechte einzutreten, die in der Prostitution ständig massivst verletzt werden, mit ständigen Traumata an den Frauen und Mädchen in der Prostitution, die nach Aussage von unserem Kollegen Dr. Heide , Gynäkologe , ehrenamtlich bei AMALIE Mannheim Diakonie, Ausstiegshilfe für die Frauen in der Prostitution, " der Schaden an den Frauen und Mädchen in der Prostitution ist physisch und psychisch nicht wieder gutzumachen" ,ist nach meiner Meinung Seelenmord, Zerstörung von Körper , Seele und Geist.
Deswegen rufe ich die BÄK dazu auf ein Sexkaufverbot und das Nordische Modell zu fordern und dafür einzutreten und sich stark zu machen. Bestrafung der Freier , Entkriminalisierung der Prostituierten und massive Ausstiegshilfen aus der Prostitution. Ich bitte um Nachricht von der BÄK. Mit freundlichen kollegialen Grüßen Dr.med.Damaris Köhler und Dr.med.Richard Heil
Wir bitten Sie sich auf unserer Webseite darüber zu informieren_: Mannheim gegen Sexkauf, Männer Mannheims gegen Sexkauf, für die Einführung des Nordischen Modells in Deutschland.
https://www.mannheim-gegen-Sexkauf.de
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