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Künftige COVID-19-Impfung: Bürger haben Angst vor Nebenwirkungen

Dienstag, 14. Juli 2020

/dpa

Hamburg – Die Bereitschaft der Bürger in Europa, sich gegen SARS-CoV-2 impfen zu lassen, sobald die Impfung vorliegt, ist in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Besondere Sorgen bereiten vielen Menschen mögliche Nebenwirkungen der Immuni­sie­rung. Das zeigt eine Befragung, die unter Leitung des Hamburg Center for Health Econo­mics (HCHE) der Universität Hamburg entstanden ist.

Für die Analyse haben die Wissenschaftler im April und Juni 2020 jeweils mehr als 7.000 Menschen in Deutschland, Dänemark, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Portugal und dem Vereinigten Königreich zu der Impfung befragt.

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Danach sank die Impfbereitschaft gegen das Coronavirus in den befragten Ländern von 74 Prozent im April auf 68 Prozent zwei Monate später. Die größten Abweichungen gibt es in Italien mit minus 13 Prozent und Deutschland mit minus neun Prozent. In Deutsch­land und Frankreich ist die Zustimmung zur Impfung unter den befragten europäischen Ländern am geringsten.

So gibt jeder fünfte in Deutschland an, sich nicht gegen Corona impfen lassen zu wollen. „Bedenklich ist, dass zunehmend mehr Menschen eine Impfung gegen das Coronavirus ab­­lehnen, und dies sind weit mehr Menschen als die, die grundsätzlich Impfungen ableh­nen“, erklärte der wissenschaftliche Direktor des HCHE, Jonas Schreyögg.

Mögliche Nebenwirkungen und eine nicht ausreichende Wirksamkeit des künftigen Impf­stoffes verunsichern die Menschen laut der Befragung am meisten. 45 Prozent der Men­schen, die eine Impfung ablehnen, und 61 Prozent derjenigen, die unsicher sind, nennen dies europaweit als die wichtigsten Gründe. Jeder Siebte, der gegen eine Impfung ist, glaubt nicht, dass das Virus gefährlich für die eigene Gesundheit ist.

In Deutschland nimmt die Impfbereitschaft von Norden (67 Prozent) nach Süden (56 Pro­zent) ab. In Bayern beispielsweise ist nur jeder Zweite (52 Prozent) bereit, sich impfen zu lassen. Zwischen alten (60 Prozent) und neuen Bundesländern (65 Prozent) gibt es laut dem Institut dagegen nur geringe Unterschiede.

Und wer sollte darüber bestimmen, wer einen Impfstoff gegen das Coronavirus als Erstes erhält? Hier sind sich die Befragten in allen Ländern einig. Sie sprechen die höchste Kom­petenz Krankenhäusern und Ärzten (61, in Deutschland 54 Prozent), dem Gesundheits­mi­nisterium (55, in Deutschland 47 Prozent) oder einem nationalen Expertenteam (54, in Deutschland 46 Prozent) zu. Weniger geeignet sind aus Sicht der Befragten die Regierung oder das Parlament. © hil/aerzteblatt.de

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