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SARS-CoV-2: Ausbruch im Raum Gütersloh laut KV unter Kontrolle

Dienstag, 14. Juli 2020

/picture alliance, Hendrik Schmidt

Münster – Der Ausbruch von SARS-CoV-2 im Raum Gütersloh ist der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zufolge unter Kontrolle. „Die niedergelassenen Ärz­ten im Großraum Gütersloh haben einmal mehr bewiesen, dass die ambulante Ver­sor­gung ein Bollwerk gegen die Ausbreitung des Coronavirus sein kann“, sagte der KVWL-Vorstandsvorsitz­ende der KV, Dirk Spelmeyer.

Er bedankte sich auch bei den Medizinischen Fachangestellten und den Medizin­studie­ren­den, die in den spezialisierten Diagnose- und Behandlungszentren mitge­arbeitet ha­ben. „In solchen Ausnahmesituationen zeigt sich besonders deutlich, dass die Medizin kein Tätigkeitsfeld wie jedes andere ist. Ich danke Ihnen allen für das leidenschaftliche Engagement“, sagte der KV-Chef.

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Die KV hatte auf Bitten des Kreises Gütersloh zwei Coronabehandlungszentren (CBZ) auf­gebaut. In dem CBZ auf dem Gelände der betroffenen Firma Tönnies wurden laut der KV bis heute über 590 Mitarbeiter des Schlachthofes medizinisch versorgt.

In dem anderen Zentrum, das auf dem Gelände des Klinikum Gütersloh in Betrieb ge­nomm­en wurde, konnten 670 Infektpatienten aus der umliegenden Wohnbevölkerung me­dizinisch betreut werden. „Dadurch konnten die niedergelassenen Praxen entlastet und das Risiko verringert werden, dass sich das SARS-CoV-2-Virus außerhalb der Tönnies-Belegschaft verbreitet“, hieß es aus der KV.

In speziellen Coronadiagnosezentren (CDZ) der KV sind inzwischen mehr als 18.000 Tests durchgeführt worden. „Das war nur zu schaffen, in dem die Kollegen quasi rund um die Uhr und von Montag bis Sonntag Abstriche genommen haben. Waren die personellen Ka­pazitäten erschöpft, sind sofort Ärzte aus den umliegenden Kreisen eingesprungen“, sagte Volker Schrage, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV.

Hinzu kamen pro Tag bis zu rund 2.500 Tests, welche die niedergelassenen Ärzte im Kreis Gütersloh neben der ambulanten Patientenversorgung ermöglicht hätten. „Ein großer Dank geht auch an den Krisenstab und das Gesundheitsamt des Kreises Gütersloh, zu dem wir in den vergangenen Wochen eine Standleitung hatten und mit dem wir jederzeit konstruktiv zusammengearbeitet haben“, ergänzte KV-Vorstand Thomas Müller.

Die KV weist daraufhin, dass die niedergelassenen Ärzte in den Kreisen Gütersloh und Warendorf weiterhin auch symptomlose Personen, die im jeweiligen Kreis gemeldet sind, auf das Coronavirus testen können. © hil/aerzteblatt.de

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