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Was Menschen zu einer Coronaimpfung bewegen könnte

Mittwoch, 15. Juli 2020

/Andreas Prott, stock.adobe.com

Trier – Weltweit arbeiten viele Forschungsteams an einem Impfstoff gegen das COVID-19-Virus. Wissenschaftler der Universität Trier haben sich bereits jetzt die Frage gestellt, wie möglichst viele Menschen dazu motiviert werden könnten, sich impfen zu lassen. Er­gebnis: Der stärkste Motivationsfaktor ist offenbar nicht die eigene Gesundheit, sondern der Schutz gefährdeter Menschen.

Laut einer ebenfalls neuen Studie unter Leitung des Hamburg Center for Health Econo­mics (HCHE) der Universität Hamburg ist die Bereitschaft der Bürger in Europa, sich ge­gen SARS-CoV-2 impfen zu lassen, sobald die Impfung vorliegt, in den vergangenen Mo­na­ten deutlich gesunken.

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In Deutschland und Frankreich ist die Zustimmung zur Impfung unter den befragten eu­ro­päischen Ländern am geringsten. So gibt jeder fünfte in Deutschland an, sich nicht ge­gen SARS-CoV-2 impfen lassen zu wollen.

In der Trierer Studie boten die Wissenschaftler um Marc Oliver Rieger den Teilnehmern drei Motivationsstränge an, die für eine Impfung sprachen. Davon beruhten zwei auf ego­is­tischen Motiven: eine Impfung senke das eigene Sterberisiko und verhindere Einschrän­kungen durch einen Ausbruch der Krankheit.

Die dritte – altruistische – Motivation war: Geimpfte seien eine geringere Ansteckungs­gefahr für Risikogruppen und für Menschen, die nicht geimpft werden könnten. An der Studie nahmen 303 Teilnehmer teil.

Es zeigte sich, dass alle drei Motivationsstränge die Impfbereitschaft förderten. Bei Wei­tem am wirksamsten war jedoch der Aspekt, hierdurch Menschen schützen zu können, die nicht geimpft werden können. Bei mehr als 40 Prozent der Teilnehmer, die zuvor noch nicht sicher waren, ob sie sich impfen lassen würden, steigerte diese Motivation die Be­reitschaft zu einer Impfung.

Der Hinweis auf die eigene Gesundheitsgefährdung und dass auch weniger anfällige Per­sonen durch Corona gesundheitliche Komplikationen erleben können, steigerte die Be­reit­schaft zu einer Impfung lediglich bei 15 bis 19 Prozent.

„Der beste Ansatz für eine höhere Impfbereitschaft scheint zu sein, die Risiken zu erklä­ren, die nicht geimpfte Personen für andere darstellen können. Dieses Ergebnis impli­ziert, dass diesem Aspekt mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte“, sagte Rieger. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #830245
Hortensie
am Freitag, 17. Juli 2020, 05:56

Vor JEDER Imfpung gegen Corona muss ein Antikörpertest stehen

Denn wer genug Antikörper aus einer unerkannt durchgemachten Infektion hat, kann mit der Impfung zuwarten. Zuwarten deshalb, weil man so mehr Sicherheit aus der Beobachtung geimpfter Menschen bekommt, welche Nebenwirkungen die Impfung hat.
Daher sollte jeder Bürger zuerst einen Antikörpertest bezahlt bekommen.
Avatar #770175
Wie bitte?
am Donnerstag, 16. Juli 2020, 09:57

Die unnatürliche Auslese

Danke für diesen Einblick in die psychologische Manipulation der Bevölkerung. Wie kann man Menschen guten Willens dazu bewegen, sich Schaden zuzufügen? Man indoktriniert sie, dass sie durch das Impfen selbstlos und moralisch handeln. Dann kann man dieselben auf den Rest der Egoisten hetzen und diese ausgrenzen. Unlogisch ist aber die Auslese der Gläubigen, die blindlings folgen und freiwillig Schaden nehmen werden. Übrig bleiben die Starken, die sich umfassend informieren und selbst entscheiden wollen, egal welche Konsequenzen sie für den freien Impfentscheid auf sich nehmen müssen.
Avatar #800380
Asanga
am Donnerstag, 16. Juli 2020, 07:15

Impfpflicht

„Der beste Ansatz für eine höhere Impfbereitschaft scheint zu sein, die Risiken zu erklä­ren, die nicht geimpfte Personen für andere darstellen können. Dieses Ergebnis impli­ziert, dass diesem Aspekt mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte“, sagte Rieger. Genau diese Aussage wird man vermutlich als Argument für einen Impfzwang verwenden, frei nach dem Motto: Du bist nichts, Dein Volk ist alles. Einfach nur erschreckend, wie hier mit der Gesundheit der Menschen russisches Roulette gespielt wird. Hoffentlich verweigern sich genügend Ärzte diesem Wahnsinn.
Avatar #833365
HartmutSteeb
am Mittwoch, 15. Juli 2020, 20:32

Impflicht

Noch wichtiger als die Risiken und Nebenwirkungen für andere Menschen darzulegen - und viel ehrlicher - wird sein, die tatsächliche Wirksamkeit für den Gesundheitsschutz ehrlich und offen darzulegen und die Risiken und Nebenwirkungen für die Gesellschaft ebenso transparent zu machen. Dass jetzt die EU trotz "Green-Deal" auf die Prüfung der Umweltverträglichkeit verzichtet, zeigt, wo wirklich die Gefahren lauern. Menschen zur Impfung zu bewegen, in dem nicht die Wahrheit offen gelegt wird, ist ein Verbrechen an der Menschlichkeit.
Avatar #759489
MITDENKER
am Mittwoch, 15. Juli 2020, 18:11

Rieger meint wohl...

...das wie so oft psychologischer Druck aufgebaut werden sollte nach dem Prinzip: "Wer verantwortlich für die Schwächsten sein will, der lässt sich impfen". Geschickte Strategie aber man geht hier davon aus, dass sie Impfung wirkt und keine schweren Nebenwirkungen hat. Zwei völlig ungeklärte Aspekte.
LNS

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