NewsPolitikCDU in Rheinland-Pfalz will Verbesserungen im Gesundheitsdienst erreichen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

CDU in Rheinland-Pfalz will Verbesserungen im Gesundheitsdienst erreichen

Dienstag, 14. Juli 2020

/picture alliance, Revierfoto

Mainz – Die rheinland-pfälzische CDU-Fraktion hält mehr Personal und mehr Geld für den öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) für dringend nötig. Es fehle an Ärzten in den Gesundheitsämtern, viel Personal gehe in den kommenden Jahren in den Ruhestand und es dauere sehr lange, freie Stellen zu besetzen, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Christoph Gensch, heute.

Die Kommunen als Träger der Gesundheitsämter bräuchten dringend mehr Unterstützung vom Land. Günther Schartz, Landrat des Kreises Trier-Saarburg und stellvertretender CDU-Landesvorsitzender, sagte, derzeit zahle das Land für den ÖGD pro Einwohner eine Pauschale von 11,90 Euro. Dieser Betrag müsse sich in Richtung 18 Euro bewegen.

Anzeige

Dafür stelle der Bund für die nächsten fünf Jahre insgesamt 200 Millionen Euro allen für Rheinland-Pfalz zur Verfügung – also 40 Millionen Euro pro Jahr – so dass diese Mehr­leistungen des Landes an die Kreise damit gedeckt werden könnten und das Land noch weitere Mittel für den ÖGD zur Verfügung habe.

Gensch bemängelte, von 131,9 Arztstellen im ÖGD seien 15,2 unbesetzt. Zudem brauche es im Schnitt 45 Wochen für die Nachbesetzung einer Stelle – und das in Zeiten einer Pan­demie, die gezeigt habe, wie wichtig die Arbeit des öffentlichen Gesundheitsdienstes sei.

Es sei nötig, den ÖGD auch bei der Bezahlung im Vergleich zu Arztstellen in anderen Be­reichen attraktiver zu machen. Schartz hält im ÖGD fünf Arztstellen pro 100.000 Einwoh­ner für nötig, konkret vier Ärzte und einen Weiterbildungsassistenten. Um das zu errei­chen, müsse sich die Zahl von rund 131.000 auf dann 230.000 bis 240.000 steigern. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
Avatar #101447
SOCO10
am Mittwoch, 15. Juli 2020, 09:31

RLP-Gesundheitspolitik schläft zum Thema Lyme-Borreliose

Die Häufigkeit der Lyme-Borreliose, eine in RLP meldepflichtige Infektion, wird von der Ärzteschaft hoffentlich nur aus Bequemlichkeit verharmlost. Im Jahr 2019 gab es zwar 1.185 Meldungen, die beim RKI registriert wurden, aber 16.110 Diagnosen wurden über die zuständige Kassenäzrtliche Vereinigung (KV) abgerechnet. Dass diese die Zahl nur zögerlich herausgab, lässt darauf schließen, dass man sich der enormen Diskrepanz durchaus bewusst ist. Die entsprechende Zahle für das Jahr 2018 wurde gleich verweigert. In anderen Bundesländern musste erst mit dem Bauftragten für Informationsfreiheit gedroht werden, dass die KVen tätig wurden.
LNS
LNS LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER