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Politik

Bundestagspetition für mehr Geld in der Pflege erreicht Quorum

Mittwoch, 15. Juli 2020

/M.Dörr & M.Frommherz, stock.adobe.com

Berlin/München – Die Forderung nach einer besseren Bezahlung von Pflegekräften und besseren Arbeitsbedingungen wird bald den Bundestag beschäftigen. Die von einem bun­desweiten Bündnis gestartete Petition „Mehr wert als ein Danke“ hat bereits vor dem En­de der Frist das notwendige Quorum von 50.000 Unterschriften erreicht. Sie muss des­halb vom Petitionsausschuss des Bundestages bearbeitet werden.

Die Petition fordert unter anderem mehr Personal in der Pflege, höhere Gehälter mit Ta­rifbindungen, einen höheren Mindestlohn und bessere Fortbildungsmöglichkeiten. Sie be­zieht sich auf die hohe Wertschätzung in der Coronakrise für die Pflegeberufe und kri­tisiert, dass eine würdevolle Pflege unter den aktuellen Rahmenbedingungen kaum noch möglich sei.

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Die Kampagne „Mehr wert als ein Danke“ wurde Anfang Mai von mehr als 100 Sozial­un­ternehmen, Stiftungen, Einrichtungen, Diensten und Verbänden aus der Sozial­wirtschaft auf den Weg gebracht. Initiiert wurde die Aktion durch die kirchliche Stiftung St. Franzis­kus Heiligenbronn in Baden-Württemberg. Die Unterschriftensammlung läuft noch bis zum 17. Juli 2020.

Zu den Unterstützern gehört auch Bayerns Ex-Landtagspräsidentin und Sozialministerin Barbara Stamm (CSU). „Es freut mich sehr, dass dieses, für unsere gesamte Gesellschaft enorm wichtige Anliegen nun weiter vorankommt“, sagte gestern in München die Vorsit­zende des Lebenshilfe-Landesverbands Bayern. Arbeiten für und mit Menschen müsse einer sozialen Gesellschaft mehr wert sein als ein Danke. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #830245
Hortensie
am Freitag, 17. Juli 2020, 05:50

Aus den Augen aus dem Sinn ...

Wie so oft in der Politik gibt es viele gutgemeinte Absichtserklärungen, wenn ein akutes Problem auftritt. Gute Taten folgen aber oft nicht.
So ist dies bei der Bezahlung von Pflegekräften, so ist dies bei der gegen die Tierschutzgesetze verstossenden Haltung von Tieren (z. B. Kastenhaltung von Schweinen), so ist dies bei der Unterbringung von Arbeitern der Fleischindustrie und so ist dies in etlichen anderen Bereichen.
Wofür haben wir unsere Politiker eigentlich gewählt? Für Absichtserklärungen oder für entsprechende Taten?
LNS
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