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Politik

Thüringen: Zusätzliche Finanzspritzen für vier Landkrankenhäuser

Montag, 20. Juli 2020

/picture alliance, Jens Kalaene

Erfurt – In Thüringen profitieren im kommenden Jahr vier kommunale Kliniken von einer Finanzspritze der Krankenkassen zum Erhalt der stationären Versorgung im ländlichen Raum. Sie erhalten einen Sicherstellungszuschlag von jeweils 400.000 Euro, wie aus ei­ner Vereinbarung der Spitzenverbände von Krankenkassen und Krankenhäusern hervor­geht.

Profitieren sollen das Krankenhaus Schleiz (Saale-Orla-Kreis), der Standort Saalfeld der Thüringen-Kliniken, der Standort Mühlhausen des Hufeland-Klinikums im Unstrut-Hai­nich-Kreis sowie das Krankenhaus Neuhaus, das zum thüringisch-bayerischen Regiomed-Klinikverbund gehört.

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Bundesweit erhalten aktuell 121 Kliniken die Förderung. Die Sicherstellungszuschläge sollen verhindern, dass kleine Kliniken aus wirtschaftlichen Gründen schließen müssen und die Einwohner in der Folge länger als eine halbe Stunde zum nächsten Krankenhaus fahren müssen. Die Kriterien haben die Spitzenverbände gemeinsam definiert, Grundlage ist das Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG).

Um die Förderung zu erhalten, müssen die Häuser Fachabteilungen für Innere Medizin, Chirurgie, die Versorgung von Notfällen und für Geburtshilfe und Gynäkologie betreiben – im vergangenen Jahr waren erstmals Zahlungsempfänger festgelegt worden. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #722321
Hennighausen
am Samstag, 1. August 2020, 22:56

Geld alleine reicht nicht

Geld ist notwendig, aber gleichzeitig notwendig ist, eine fachliche Versorgung auf hohem Niveau zu halten (apparativ, personell und auch in der Struktur). Möglicherweise lassen sich kleinere Krankenhäuser nur wirklich effektiv halten, wenn sie eng mit größeren Kliniken kooperieren und auch ein personeller Austausch (auf Zeit) möglich ist.
Avatar #29331
henglisch
am Montag, 20. Juli 2020, 18:06

Schleiz leidet nicht unter einem geringen Versorgungsbedarf

Im natürlichen Einzugsgebiet des Schleizer Krankenhauses leben ca. 62.000 Menschen, da hat das Krankenhaus in Sondershausen (ca. 37.000 Menschen im Einzugsgebiet) den Zuschlag viel nötiger!
S. https://www.implicon.de/download/impliconplus-09-2018-staatstheater-auf-dem-land-inkonsistenzen-der-krankenhausplanung-fuer-laendliche-strukturen-von-harald-englisch/
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