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Politik

Typ-1-Diabetes: Petition für Beibehaltung der Schulunterstützung

Donnerstag, 23. Juli 2020

/S.Kobold, stock.adobe.com

Berlin – Die Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) setzt sich mit einer Petition dafür ein, dass Kinder und Jugendliche in Berlin mit Typ-1-Diabetes in der Schule weiterhin qualifizierte und gezielte Unterstützung erhalten, die sogenannten Schulhelfer­stunden.

Die Maßnahmen dazu sind aus dem Berliner Schulgesetz gestrichen. Die DDH-M will mit der Petition zunächst eine Übergangsfrist für das Schuljahr 2020/21 erreichen. Danach soll eine neue Lösung greifen, bei der die Kosten für die Schulunterstützung zwischen dem Land Berlin, den Krankenkassen und weiteren Kostenträgern geteilt werden.

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Bei der Unterstützung geht es insbesondere um die Insulingabe zu den Mahlzeiten: Laut den Berliner Plänen sollen dafür künftig spezialisierte Pflegedienste in die Schule komm­en. „Die Kapazität der Kinderpflegedienste in Berlin ist unzureichend, außerdem sind die Mitarbeiter zum großen Teil (noch) nicht in der Versorgung von Kindern Diabetes Typ 1 geschult“, kritisiert der Selbsthilfeverband.

„Für sehr viele Eltern beginnt schon lange vor der Einschulung die nervenaufreibende Suche nach einer Schule, die ihr Kind mit Diabetes Typ 1 aufnimmt“, erläutert Kathrin Sucker, Leiterin der Bundesgeschäftsstelle der DDH-M. Sei diese gefunden, müsse eine Betreuung für den Diabetes des Kindes im Schulalltag organisiert werden. Das sei ein Kraftakt für die Familien, oft müsse ein Elternteil die Arbeit aufgeben, um das Kind in den Schulpausen zu versorgen.

Laut dem Berliner Schulgesetz ist die schulinterne Unterstützung nur noch für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf vorgesehen. Für die übrigen Typ-1-Diabetiker seien die Krankenkassen zuständig. „Unser Vorschlag ist ein ‚Runder Tisch‘ der Leistungserbrin­ger zur Aufteilung der Kosten für sonderpädagogischen Förderbedarf und für die Behand­lungspflege. Dazu soll der Senat aktiv werden“, erklärt der DDH-M. © hil/aerzteblatt.de

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