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Ausland

Französische Städte verschärfen Maskenpflicht

Donnerstag, 23. Juli 2020

/picture alliance, EUROPA PRESS, María José López

Paris – In einigen Städten in Frankreich ist die Schutzmaske nun auch auf der Straße Pflicht. Auch mehrere Touristenorte – zum Beispiel in der Bretagne – erließen entspre­chende Dekrete. Erst am vergangenen Montag hatte Frankreich seine Regeln für Masken verschärft.

Sie müssen nun landesweit in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr getragen werden wie zum Beispiel Geschäften, Restaurants und Behörden. Zuvor war dies nur in öffentlichen Verkehrsmitteln verpflichtend.

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Einigen Orten reichen die Verschärfungen aber nicht aus. In der Küstenstadt La Rochelle in Westfrankreich ist die Maske seit gestern im Alten Hafen und im Stadtzentrum ver­pflichtend. Die Regel ziele darauf ab, ein Wiederaufflammen der Epidemie in Zeiten mit viel Touristen zu verhindern, hieß es.

Auch in Concarneau und Saint-Brieuc in der Bretagne ist die Maske im Zentrum vorge­schrieben. In Saint-Brieuc gilt auch Maskenpflicht auf Spielplätzen, Parks oder am Hafen. Ausnahmen gelten für Sportler oder Menschen mit Behinderung. In zahlreichen Städten in der Bretagne, aber auch im Rest des Landes gilt außerdem eine Maskenpflicht auf Märkten.

Die Behörden in der Bretagne haben zuletzt vor einem Anstieg gewarnt. „Zwischen dem 11. Mai und dem 10. Juli hatten wir pro Woche etwa zehn neue positive Fälle für die ge­samte Region. Wir sind bei über hundert seit dem 10. Juli, es ist eine Steigerung, die Wachsamkeit erfordert“, so Präfektin Michèle Kirry.

Die Behörden gehen nicht davon aus, dass ausschließlich Touristen das Virus in die Re­gion bringen, sondern sehen vor allem große private Veranstaltungen und Nachlässigkeit bei den Abstandsregeln als Problem.

Unterdessen hat die französische Regierung angekündigt, dass sie 40 Millionen Masken gratis an seine ärmsten Bürger verteilen will. Nach Angaben von Ge­sund­heits­mi­nis­ter Olivier Véran werden sie in den kommenden Tagen per Post an sieben Millionen Men­schen verschickt. Die Regierung werde „diejenigen Menschen nicht alleine lassen, die sich nicht mit Mas­ken versorgen können“, sagte Ge­sund­heits­mi­nis­ter Véran.

Verschickt werden sollen wasch­bare Stoffmasken, die nach den Worten des Ministers bis zu 30 Mal genutzt werden können. Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor in einem Fernsehinterview Hilfe für sozial Benachteiligte in Aussicht gestellt.

Véran deutete zudem an, dass Frankreich die Kontrolle von Einreisenden an seinen Gren­zen intensivieren will. Dem Minister zufolge könnten neue Maßnahmen morgen bei einer Sitzung des Sicherheitskabinetts beschlossen werden. Die Corona-Infektionszahlen in Frankreich waren zuletzt wieder gestiegen. © dpa/afp/aerzteblatt.de

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