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SARS-CoV-2: Umfrage zeigt bedingte Impfbereitschaft

Freitag, 24. Juli 2020

/picture alliance, Oxford University, AP

Heidelberg – Mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 wollen sich lange nicht alle Menschen impfen lassen. Das zeigt eine Befragung der Universität Heidelberg. Demnach gaben von 1.350 Menschen 55 Prozent an, sich impfen lassen zu wollen.

Die Befragung zeigt auch: Je stärker die Verschwörungsmentalität ausgeprägt ist, desto größer ist der Widerstand gegen Schutzmaßnahmen wie die Corona-Warn-App oder Im­pfungen.

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Überdies war die Gruppe mit Tendenz zu Verschwörungstheorien auch weniger mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung zufrieden. Ein Drittel der Befragten hatte die Corona-Warn-App bereits installiert, aber gut 45 Prozent der Befragten planten das eher nicht oder definitiv nicht.

Laut Mitautor und Psychologie-Professor Peter Kirsch ist bei Gegnern von Schutzvorkeh­rungen das Vertrauen in die Mitmenschen schwach ausgebildet. Die gleichen Zusammen­hänge ergäben sich auch mit Blick auf das Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rund­funk und die Printmedien.

Auf die Frage nach der Einhaltung der Einschränkungen gaben weniger als vier Prozent an, den Coronaregeln selten oder nie gefolgt zu sein. Etwa 80 Prozent haben sich nach eigenen Angaben immer oder meistens an die Coronaregeln gehalten.

Auch die Grundrechtseinschränkungen wegen Corona sehen die Befragten eher gelassen: Um die 45 Prozent von ihnen sind der Meinung, dass die Einschränkungen von Grund­rechten zum Schutz vor der Pandemie vollkommen gerechtfertigt waren; ein weiteres Viertel fand die Einschränkungen eher notwendig. Gut jeder fünfte Befragte hielt die Beschränkungen für nicht angebracht.

Den Kurs der Bundesregierung während der Krise fanden zwei Drittel der Befragten richtig. 37 Prozent waren damit sogar sehr zufrieden. Eher oder sehr unzufrieden waren dagegen nicht einmal ein Viertel der Menschen, die zwischen dem 30. Juni und dem 7. Juli befragt wurden. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #824456
Pjotter
am Sonntag, 26. Juli 2020, 17:06

Warum schaut keiner nach anderen Zahlen

In Deutschland erkranken ca. 154.000 Menschen pro Jahr an einer Sepsis. Davon sterben ca. 56.000 an den Folgen der Erkrankung, das heißt 154 Menschen am Tag.
Warum redet da keiner drüber?
Oder über die Toten durch Medikamentennebenwirkungen!
Oder die Toten durch Krankenhauskeime!
Wenn man diese Zahlen erwähnt, ist man schon Verschwörungstheoretiker!!°
Avatar #756148
André G.
am Sonntag, 26. Juli 2020, 14:36

Ist die Verwendung politischer Kampfbegriffe in der Medizin im entferntesten evidenzbasiert, geschweige denn heilsam?

Ich bat vor einiger Zeit meinen OA, auf den ich große Stücke halte, um seine Einschätzung der so genannten Corona-Kriese. Als ich ihn im Verlauf des Gespräches nach seinen Quellen fragte, antworte er mir „RKI“ und „Tagesschau“ - Jedem, dem ich dies bisher erzählte hat herzhaft zu lachen begonnen.

Ich freue mich über die seriöse Berichterstattung z.B. des „Ärzteblattes“ und halte die beiden anderen Quellen für eine absolute Katastrophe. Sowohl aus akademischer, als auch aus gesellschaftspolitischer Sicht.

Bin ich jetzt ein „Verschwörungstheoretiker“? Wie nennt man dann die Gruppe, zu der man meine OA zuordnen müsste? „Nicht Verschwörungstheorie zugeneigter Mensch mit extrem wackeligen Quellen“? O.K. zugegeben, ist nicht ganz so griffig und damit ungeeignet zur medialen Diffamierung andersdenkender Menschen.

Also: Vielleicht den "Frame" des politischen "Kampfbegriffes Verschwörungstheoretikers" einfach mal weglassen und bei rationalen fass- und messbaren Inhalten bleiben – Nur ein verrückter, gewagter Wunsch eines Arztes der sich nicht ideologie- oder machtpolitisch verzerrte tatsächliche Evidenz für unser aller Medizin der Gegenwart wünscht.
Avatar #833365
HartmutSteeb
am Samstag, 25. Juli 2020, 18:56

Impfbereitschaft

Ich stimme dem nicht zu, dass die Impfbereitschaft mit der Ausbreitung von "Verschwörungstheorien" in Verbindung steht. Das Vertrauen in die staatlichen Maßnahmen schwindet aufgrund der Informationsdefizite. Wichtig wäre z.B. die Nachricht, aus welchen Stoffen sich der Impfstoff zusammensetzt und warum ausgerechnet bei einem Impfstoff, der später milliardenweit eingesetzt werden soll, nun trotz "Green-Deal" auf die Umweltverträglichkeit verzichten werden kann und darf. Muss man so was verstehen? Wenn nicht offen und sauber kommuniziert wird wachsen natürlich Skepsis und Misstrauen - berechtigt!
LNS

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