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Vermischtes

GKV-Arzneimittelaus­gaben trotz Einsparungen weiter gestiegen

Dienstag, 28. Juli 2020

/nmann77, stock.adobe.com

Frankfurt am Main – Im vergangenen Jahr hat die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) 49,1 Milliarden Euro für Arzneimittel ausgegeben. Davon musste die GKV 73 Prozent (35,9 Milliarden Euro) aufbringen. Die restlichen 27 Prozent wurden in Form von Zuzahlungen, Rabatten und Zwangsabschlägen erbracht. Das hat das Marktforschungs­ins­titut IQVIA errechnet.

Trotz der finanziellen Entlastung durch Patienten, pharmazeutische Hersteller und Apo­theken stiegen die Nettoausgaben der GKV im vergangenen Jahr gegenüber 2018 um 4,6 Prozent.

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Die erzielten Einsparungen sind IQVIA zufolge vor allem auf das Konto der pharmazeu­ti­schen Hersteller zurückzuführen. Diese reduzierten die Kostenlast durch gesetzlich vor­ge­schriebene Abschläge, vertraglich vereinbarte Rabatte sowie verhandelte Erstattungs­beträge für AMNOG-Produkte um rund 9,38 Milliarden Euro.

Mit einem Teil des im Juni verabschiedeten Konjunkturpaketes will die Bundesregierung den durch die Pandemie gebeutelten Gesundheitssektor in diesem Jahr zudem gezielt för­dern: So sollen 9,75 Milliarden in verschiedene Bereiche wie zum Beispiel die Patienten­versorgung in Krankenhäusern, die Entwicklung eines COVID-19-Impfstoffes sowie die Förderung des Arzneimittelstandorts Deutschland fließen.

Darüber hinaus wird laut IQVIA die Ende Juni verabschiedete temporäre dreiprozentige Mehrwertsteuersenkung die GKV ebenfalls deutlich entlasten: „Legt man die GKV-Arznei­mittelausgaben 2019 zugrunde, resultieren aus der niedrigeren Mehrwertsteuer in die­sem Bereich voraussichtlich Einsparungen von rund 580 Millionen Euro“, so die Markt­forscher. © hil/sb/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #722003
Hausarsch
am Mittwoch, 29. Juli 2020, 09:40

Wenn ich das nicht bekomme, schauen Sie doch dieTage mal ins Internet

Mindestens die Hälfte der hausärztlichen Patienten beurteilt den Arzt nach der Menge und dem Preis der verordneten Medikation.
Eingefordert werden auch Medikamente verschiedenster Fachärzte; gerne hat man im selben Quartal zwei Kardiologen oder Orthopäden.
Bei einigen Konsumenten reicht die Konsultationszeit nicht einmal aus, um die Neben- und Wechselwirkungen zu überprüfen.
Viele "Kollegen" machen ihr Marketing mit dem Rezeptblock.
Ärzte die nicht parieren, verlieren Patienten oder werden im Internet bei jameda und Konsorten beschimpft und beleidigt; überigens mit dem Segen von Voßkuhle und Kollegen.
Diese Zustände können eine Praxis deren Inhaber sorgfältig entscheidet, wirtschaftlich ruinieren; gerade die Einzelpraxen.
Deshalb schreit ja auch der deutsche Medizinkonsument nach einem/seinem persönlichen Hausarzt.
So einen Hausarzt in einer Einzelpraxis kann man ja viele effektiver unter Druch setzen als einen Arzt in einem großen MVZ.
LNS
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