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Internetprojekt will Hilfe aus der Internetsucht bieten

Dienstag, 28. Juli 2020

/lassedesignen, stock.adobe.com

Berlin – Ein Forschungsprojekt unter Leitung der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LWL-Universitätsklinikums Bochum im Landschaftsverband West­falen-Lippe (LWL) will Internetsüchtigen beim Ausstieg helfen. „OMPRIS“ ist für Betroffe­ne niederschwellig, leicht zugänglich und kostenfrei.

„Sicherlich klingt es zunächst paradox, internetsüchtige Menschen mit Hilfe des Internets zu behandeln“, sagte Jan Dieris-Hirche, Oberarzt und Leiter der Medienambulanz der Kli­nik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LWL-Universitätsklinikums Bo­chum. „Doch wir holen die Betroffenen direkt dort ab, wo sie sich am meisten aufhalten – im Internet.“

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Das neue Angebot soll bis zum Herbst 2022 als digitales 4- bis 6-wöchiges Beratungspro­gramm mit therapeutischen und medienpädagogischen Elementen zur Verfügung stehen.

Etwa 2-mal pro Woche sollen webcambasierte Einzelgespräche stattfinden, in denen die Teilnehmenden motiviert werden sollen, ihr Medienverhalten zu reflektieren und zu ver­ändern.

Zudem soll eine Sozialarbeiterin bei Fragen rund um Themen wie Wohnungs­su­che, Wohn­geld oder Hilfe bei der ARGE beraten.

Das Projekt komme gerade zur rechten Zeit, erklärte die Drogenbeauftragte der Bundes­regierung, Daniela Ludwig. Die Coronapandemie hebe gezeigt, wie wichtig es sei, digitale Therapien vorzuhalten. „Dies gilt vor allem auf dem noch relativ neuen Gebiet der Inter­netsucht“, so Ludwig.

Das Projekt, an dem insgesamt sieben Partner aus Hochschulen und Telemedizin beteiligt sind, wird aus Mitteln des Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) finanziert. Das Projekt war im Dezember 2019 gestartet. © may/EB/aerzteblatt.de

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