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GlaxoSmithKline bekommt Coronakrise zu spüren

Mittwoch, 29. Juli 2020

/dpa

London – Beim britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) hat im zweiten Quartal die Coronakrise Spuren hinterlassen. „Wie erwartet wurde unsere Geschäftsentwicklung in diesem Quartal durch COVID-19 gestört“, sagte Unternehmenschefin Emma Walmsley laut Mitteilung heute in London.

Dabei habe die Pandemie vor allem das Impfstoffgeschäft belastet, da Besuche etwa in Arztpraxen aufgrund der Sperrmaßnahmen nur begrenzt möglich waren. Den Gewinn­ausblick für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen.

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Der Umsatz ging im zweiten Quartal auf Pro-Forma-Basis – also unter bilanzieller Be­rücksichtigung der Beteiligungsverhältnisse vom neuen Joint Venture mit Pfizer auch im Vorjahr – währungsbereinigt um 10 Prozent auf 7,6 Milliarden Pfund (rund 8,4 Milliarden Euro) zurück.

GSK hat sein Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten in ein Bündnis mit dem US-Pharmakonzern eingebracht. Nachdem der Deal im Sommer 2019 abgeschlossen war, fließt dieses Geschäft nun voll in das zweite Quartal mit ein.

Unter dem Strich kletterte der auf die Aktionäre entfallende Gewinn von 964 Millionen Pfund im Vorjahr auf 2,26 Milliarden Pfund. Das Management hielt zwar an der Anfang Februar herausgegebenen Prognose fest. So soll der bereinigte Gewinn je Aktie weiterhin um ein bis vier Prozent sinken, was GSK unter anderem mit der teuren Entwicklung neuer Arzneimittel begründet.

Die endgültigen Auswirkungen von COVID-19 auf das Geschäft könne das Unternehmen derzeit aber noch nicht voraussagen. Für das restliche Jahr bestünden erhebliche Risiken.

Die Entwicklung hänge vor allem vom Zeitpunkt einer Erholung der Impfraten insbe­sondere in den USA ab, die das Unternehmen für das dritte Quartal erwartet. Sollte sich diese Erholung verzögern, könnten dies erhebliche Auswirkungen auf das Jahr 2020 haben. © dpa/aerzteblatt.de

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