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Politik

Krankenhaus­landschaft: BKK Dachverband will zielgerichtete Förderung

Donnerstag, 30. Juli 2020

Franz Knieps /Agentur Bildschön

Berlin – Die Betriebskrankenkassen haben Vorschläge erarbeitet, wie die Gelder des im Rahmen des „Konjunktur- und Krisenbewältigungspakets“ der Regierungskoalition verab­schiedeten „Zukunftsprogramms Krankenhäuser“ sinnvoll verausgabt werden sollten.

„Wir begrüßen das ,Zukunftsprogramm Krankenhäuser' ausdrücklich“, betonte heute Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes. Wichtig sei aber, dass die Maßnahmen zielge­richtet umgesetzt werden und die finanziellen Mittel „nicht mit der Gießkanne“ verteilt werden.

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Der Förderung einer besseren digitalen Infrastruktur der Krankenhäuser sollten laut dem BKK-Positionspapier international etablierte Standards zugrunde liegen. Zudem solle die Digitalisierung in Teilschritten erfolgen, um der sehr heterogenen, indivi­duellen Situation der Krankenhäuser und den jeweils erreichten Digitalisierungsniveaus gerecht werden zu können.

Auf die Agenda gehört für den BKK Dachverband auch die Steigerung der IT-Sicherheit sowie die Nutzbarmachung von Krankenhausdaten für die Forschung. Außerdem dürften sich die Förderungen des bereits bestehenden Programms „Krankenhausstrukturfonds“ mit denen des „Zukunftsprogramms Krankenhäuser“ nicht widersprechen. Allein wegen der vielen thematischen Überscheidungen sollten beide Programme har­monisiert werden, erklärte Knieps.

Bei der Schaffung moderner Notfallkapazitäten sollten die Investitionen insbesondere in die digitale Ausstattung von Rettungswagen fließen, so Knieps. Diese müssten mit tele­me­dizinischen Geräten und Kommunikationsmedien ausgestattet werden, die mit denen im Krankenhaus korrespondierenden – so könne man die prähospitale Versorgung ver­bessern.

Der Aufbau eines Verzeichnisses für mehr Transparenz über vorhandene (Notfall-)Behand­lungskapazitäten und der Anschluss der Krankenhäuser an telemedizinische Notfallnetz­werke sollten , aus Sicht des BKK Dachverbands, weitere förderfähige Maßnahmen sein.

Selbiges gelte für Investitionen zum Aufbau eines digitalen Entlassmanagements, wel­ches die Kommunikationswege und -zeiten zwischen Krankenkasse und Krankenhaus reduziert.

Durch einen digitalen Echtzugriff auf Routinedaten könnte der Nachsorgebedarf von Pa­tienten „schneller mit den Krankenkassen und Leistungserbringern abgestimmt werden“, erläuterte Knieps. Digitale Lösungen, wie Dokumentations- und Assistenzsysteme, könn­ten zudem das Pflegepersonal entlasten.

Zum „Förderprogramm Krankenhaus“ gehöre aber auch weiterhin die Debatte um eine Krankenhausstrukturreform. „Gerade die Coronapandemie hat gezeigt, dass im Hinblick auf den Pflegekräftemangel aber auch die Qualität der Versorgung Überlegungen zu einer Konzentration, Spezialisierung und Umwidmung von Krankenhäusern in MVZ oder Pflege­einrichtungen keine Tabuthemen bleiben dürfen“, betonte Knieps. © aha/aerzteblatt.de

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