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Ausland

Covidanlage auf Lesbos schließt – Ärzte ohne Grenzen protestieren

Donnerstag, 30. Juli 2020

/picture alliance, AP, Petros Giannakouris

Athen – Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat gegen einen Beschluss der grie­chi­schen Kommunalbehörden auf der Insel Lesbos protestiert, die Schließung ihres COVID-19-Zentrums neben dem berüchtigten Lager von Moria mit Sanktionen zu erzwingen.

Wegen angeblicher Verstöße gegen die Stadtplanungsverordnung waren zuvor Geldstra­fen verhängt worden. „Wir sind zutiefst enttäuscht, dass die Behörden auf Lesbos diese Buß­gelder und die Drohung mit einer Klage aufrechterhalten“, erklärte Stephan Oberreit, Landeskoordinator von Ärzte ohne Grenzen in Griechenland, heute.

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Wie es aus Kreisen der Regierung in Athen hieß, will das Migrationsministerium die Situ­ation um das Lager von Moria zunehmend selbst in den Griff bekommen. Deswegen soll bis 20. August ein von Griechenland betriebenes neues Gesundheitszentrum für CO­VID-19- Verdachtsfälle vor dem Eingang des Moria-Camps eröffnet werden.

Ärzte ohne Grenzen erklärte, die Organisation sei trotz der Behinderungen bereit, die griechische Regierung zu beraten, wie das Risiko einer Ausbreitung von COVID-19 in dem Lager in Moria verringert werden kann.

Zugleich würden alle weiteren Projekte von Ärzte ohne Grenzen in der Region fortgesetzt, etwa im Bereich der medizinischen Versorgung von Frauen und Kindern sowie im Bereich der psychologischen Hilfe. In Moria ist bislang trotz des engen Raums und der miserablen hygienischen Bedingungen kein Coronainfektionsfall diagnostiziert worden. © dpa/aerzteblatt.de

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