NewsVermischtesDMKG-Kopfschmerz­register gestartet
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

DMKG-Kopfschmerz­register gestartet

Freitag, 31. Juli 2020

/psdesign1, stock.adobe.com

München – Nach zweijähriger Vorbereitungsphase hat die Deutsche Migräne- und Kopf­schmerzgesellschaft (DMKG) Ende Juli ihr Kopfschmerz­register an den Start gebracht. Ziel des medizinischen Projekts ist es, die klinische Versorgung von Kopfschmerzpatienten zu verbessern.

Dazu soll das Register einerseits teilnehmende Ärzte bei der Behandlung unterstützen. Andererseits sollen aufgrund der erfassten Daten Versorgungslücken identifiziert werden.

Anzeige

Im Zentrum des Registers steht ein Internetportal, das Ärzte und Patienten miteinander verbindet und über das behandlungsrelevante Informationen wie Kopfschmerzhäufigkeit und -intensität, Medikation, bisherige Diagnostik und Vorerkrankungen systematisch er­fasst werden können.

Die zugehörige DMKG-App funktioniert als Kopfschmerzkalender. Diese Daten können die behandelnden Ärzte einsehen und die Therapie daran ausrichten. Gleichzeitig entsteht so eine anonymisierte, deutschlandweite Datenbank, die für wissenschaftliche Auswertun­gen genutzt wird.

Kopfschmerzerkrankungen wie Migräne, Spannungs- oder Clusterkopfschmerzen betreff­en Millionen Menschen und führen oft zu einer erheblichen Einschränkung der Lebens­qua­li­tät und Leistungsfähigkeit in Alltag und Beruf.

Obwohl es gute Behandlungsmöglichkeiten gibt, kommen diese nicht allen Patienten gleichermaßen zugute. Diese Lücken in der Versorgung zu erkennen und sie zu schließen hat sich die DMKG zur Aufgabe gemacht.

„Die technische Plattform des Registers ermöglicht es uns erstmals, eigenständige praxis­nahe Versorgungsforschung zu betreiben“, verwies DMKG-Präsident Tim Jürgens.

Die aktuelle Version ist für Patienten mit Migräne, Spannungskopfschmerz und/oder Kopf­schmerz bei Medikamentenübergebrauch konzipiert. Andere Module werden im Ver­lauf ergänzt, eine Öffnung für weitere Nutzerkreise ist geplant. © hil/sb/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

23. Juni 2020
Berlin – Die European Academy of Neurology (EAN) hat eine Leitlinie zum Management von Kopfschmerzen durch Medikamentenübergebrauch („medication-overuse headache“, MOH) herausgegeben. Die Leitlinie
Kopfschmerz: Neue EU-Leitlinie zum Medikamentenübergebrauch
3. März 2020
Düsseldorf – Mehr als jede fünfte Frau und mehr als jeder sechste Mann in Nordrhein-Westfalen leidet laut einer Befragung unter starken oder sogar sehr starken Schmerzen. Das geht aus einem Bericht
Mehr als jeder Sechste klagt über starke Schmerzen
7. November 2019
Berlin – Eine neue Kurzinformation „Cluster-Schmerz – ein seltener Grund für starken Kopfschmerz“, die Ärzte bei der Patientenberatung einsetzen können, haben das Ärztliche Zentrum für Qualität in der
Neue Patienteninformation zum Cluster-Kopfschmerz
9. Oktober 2019
Stuttgart – Neue Substanzen könnten für Migränepatienten, bei denen die Einnahme von Triptanen kontraindiziert ist, eine Therapieoption sein. Das haben Experten auf der Jahrestagung der Deutschen
Neue Substanzklassen für Akuttherapie der Migräne in klinischer Prüfung
7. Oktober 2019
Kiel – Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) will bis zum Ende des Jahres ein bundesweites Kopfschmerzregister einführen. Dieses soll teilnehmende Ärzte und Patienten bei der
Fachgesellschaft plant deutschlandweites Kopfschmerzregister
4. September 2019
Berlin – Viele Kopfschmerzpatienten greifen zu schnell zu Schmerztabletten. Nichtmedikamentöse Maßnahmen, die die Anfallshäufigkeit nachgewiesenermaßen verringerten, würden hingegen oft nicht
Kopfschmerzpatienten greifen vielfach zu leichtfertig zur Schmerztablette
30. August 2019
Düsseldorf – Jeder vierte Schüler hat mindestens einmal pro Woche Kopfschmerzen. Das geht aus einer Umfrage der Barmer unter 9- bis 19-Jährigen hervor. Danach greifen 40 Prozent der betroffenen Kinder
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER