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DMKG-Kopfschmerz­register gestartet

Freitag, 31. Juli 2020

/psdesign1, stock.adobe.com

München – Nach zweijähriger Vorbereitungsphase hat die Deutsche Migräne- und Kopf­schmerzgesellschaft (DMKG) Ende Juli ihr Kopfschmerz­register an den Start gebracht. Ziel des medizinischen Projekts ist es, die klinische Versorgung von Kopfschmerzpatienten zu verbessern.

Dazu soll das Register einerseits teilnehmende Ärzte bei der Behandlung unterstützen. Andererseits sollen aufgrund der erfassten Daten Versorgungslücken identifiziert werden.

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Im Zentrum des Registers steht ein Internetportal, das Ärzte und Patienten miteinander verbindet und über das behandlungsrelevante Informationen wie Kopfschmerzhäufigkeit und -intensität, Medikation, bisherige Diagnostik und Vorerkrankungen systematisch er­fasst werden können.

Die zugehörige DMKG-App funktioniert als Kopfschmerzkalender. Diese Daten können die behandelnden Ärzte einsehen und die Therapie daran ausrichten. Gleichzeitig entsteht so eine anonymisierte, deutschlandweite Datenbank, die für wissenschaftliche Auswertun­gen genutzt wird.

Kopfschmerzerkrankungen wie Migräne, Spannungs- oder Clusterkopfschmerzen betreff­en Millionen Menschen und führen oft zu einer erheblichen Einschränkung der Lebens­qua­li­tät und Leistungsfähigkeit in Alltag und Beruf.

Obwohl es gute Behandlungsmöglichkeiten gibt, kommen diese nicht allen Patienten gleichermaßen zugute. Diese Lücken in der Versorgung zu erkennen und sie zu schließen hat sich die DMKG zur Aufgabe gemacht.

„Die technische Plattform des Registers ermöglicht es uns erstmals, eigenständige praxis­nahe Versorgungsforschung zu betreiben“, verwies DMKG-Präsident Tim Jürgens.

Die aktuelle Version ist für Patienten mit Migräne, Spannungskopfschmerz und/oder Kopf­schmerz bei Medikamentenübergebrauch konzipiert. Andere Module werden im Ver­lauf ergänzt, eine Öffnung für weitere Nutzerkreise ist geplant. © hil/sb/aerzteblatt.de

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