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COVID-19: 43 weitere Infektionen in Mamming

Montag, 3. August 2020

Werner Bumeder, Landrat von Dingolfing, spricht bei einer Pressekonferenz über die aktuellen Ergebnisse. /picture alliance, Angelika Warmuth

Mamming – 43 Saisonarbeitskräfte haben sich in einem zweiten Betrieb im nieder­baye­rischen Mamming mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 angesteckt. „Diese und auch deren Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne“, sagte Landrat Werner Bumeder (CSU) ges­tern.

Am Vortag hatten die Behörden noch von 27 Fällen gesprochen. Nach vollständiger Aus­wer­tung der Tests liege die Zahl nun bei 43, sagte Bumeder. Die Tests in weiteren Betrie­ben und bei Bürgern im Landkreis Dingolfing-Landau seien negativ gewesen. „Nach jetzi­gem Stand liegt also nur ein Infektionsherd in Mamming vor.“

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Der jetzt betroffene Betrieb im 3.340 Einwohner Ort Mamming stellt Gemüsekonserven und Sauerkraut her. Die Behörden gehen davon aus, dass sich die Coronainfizierten bei Mitarbeitern des Gemüsehofes angesteckt haben, in dem es zuerst zu einem Ausbruch gekommen war. Dort wurde bei rund 230 Erntehelfern eine Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2 nachgewiesen.

Nach dem Ausbruch hatte der Landkreis Reihentests in allen Betrieben mit Saison­arbeits­kräften angeordnet. Dadurch waren die Fälle in dem zweiten Betrieb entdeckt worden. In den übrigen 24 Betrieben seien die Tests negativ ausgefallen, sagte Bumeder.

Unter den mehr als 5.000 Bürgern, die sich vergangene Woche freiwillig testen lassen haben, seien ebenfalls keine Infizierten. „Deshalb gehen wir weiterhin davon aus, dass das Virus trotz des Massenausbruchs auf den Betrieben in Mamming nicht in die Land­kreisbevölkerung getragen wurde“, sagte Bumeder.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) äußerte sich gestern besorgt über die stei­genden Fallzahlen in Deutschland. „Wir müssen damit rechnen, dass Corona mit voller Wucht wieder auf uns zukommt“, teilte Söder auf Twitter mit. Es sei jetzt nicht die Zeit für neue Lockerungen oder naive Unvorsichtigkeit.

Auch Landrat Bumeder warnte davor, vorschnell Entwarnung zu geben. „Wir sind ein gutes Stück weitergekommen. Aber wir sind noch nicht über den Berg.“

Der Landkreis lässt die Mitarbeiter des zweiten Betriebes gerade ein zweites Mal testen, um sicher­zugehen, dass die Ergebnisse der Abstriche korrekt waren. An vier Testzentren im Landkreis können sich auch die Bürgerinnen und Bürger freiwillig testen lassen. © dpa/aerzteblatt.de

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