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Politik

Politiker raten bei Fans in Stadien zur Vorsicht

Dienstag, 4. August 2020

/picture alliance, PRO SHOTS, Thomas Bakker

Frankfurt am Main/Dresden – Im Zusammenhang mit Überlegungen der Deutschen Fuß­ball Liga (DFL) mit Beginn der Saison am 18. September wieder Zuschauer in die Stadien zu lassen, hat Sachsens Ge­sund­heits­mi­nis­terin Petra Köpping (SPD) angesichts wieder steigender Coronainfektionszahlen zu Vorsicht geraten.

​Eine mögliche Öffnung der Fußballstadien für Fans bereite ihr Sorge, sagte die Ministerin heute. Wichtig sei auf jeden Fall ein bundesweit einheitliches Vorgehen. Allerdings hatte auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wegen steigender Infektions­zahlen bereits Zweifel geäußert. Bundesligaspiele mit 25.000 Zuschauern seien „sehr schwer vorstellbar“.

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Neue Erkenntnisse, ob und wie gefährlich Großveranstaltungen für die Ausbreitung des Coronavirus sind, könne die Studie „Restart-19“ liefern, so Köpping. Bei einem Konzert mit Tim Bendzko wollen Forscher der Uniklinik Halle am 22. August Erkenntnisse über Großveranstaltungen in Coronazeiten gewinnen.

Die DFL beriet heute auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung unter anderem darüber, ob Anhänger der 36 Profi-Clubs mit Beginn der kommenden Spielzeit wieder Zuschauer in den Stadien empfangen dürfen.

Beschlossen wurde beispielsweise, dass für die Spiele nur personalisierte Onlinetickets verkauft werden sollen, mit denen dann die Nachverfolgung von Infektionsketten mög­lich wäre. Zudem ist ein Stehplatz- und Alkoholverbot vorgesehen. Gästefans in den Sta­dien sollen ebenfalls nicht gestattet sein.

„Priorität in Deutschland haben nicht volle Stadien, sondern die gesundheitliche Situa­ti­on“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. Die endgültige Entscheidung, ob tatsäch­lich schon zum oder bald nach dem Saisonstart der Bundesliga und 2. Bundesliga Zu­schauer zugelassen sind, obliegt nun den Behörden. © dpa/aerzteblatt.de

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