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Ausland

Kinderschutzab­kommen von 187 Ländern ratifiziert

Dienstag, 4. August 2020

/picture alliance, NurPhoto, Kazi Salahuddin Razu

Genf – Beim Schutz von Kindern vor Sklavenarbeit und anderer Ausbeutung hat die Inter­nationale Arbeitsorganisation (ILO) einen Meilenstein erreicht: Erstmals in der 101-jähri­gen Geschichte der UN-Sonderorganisation haben alle 187 Mitgliedsländer ein Überein­kommen ratifiziert.

Der kleine Pazifikstaat Tonga war der letzte, der die Annahme der ILO-Konvention gegen die schlimmsten Formen von Kinderarbeit amtlich bestätigte. Die entsprechenden Unter­lagen wurden heute in Genf überreicht.

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Die Konvention mit der Nummer 182 wurde bereits 1999 verabschiedet und trat ein Jahr später in Kraft. Verboten sind in Bezug auf Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren unter anderem Sklaverei, Zwangsarbeit, Menschenhandel, sexuelle Ausbeutung, der Einsatz in bewaffneten Konflikten oder bei gefährlicher Arbeit, die das Wohlergehen gefährden.

Rosig ist die Lage allerdings nicht: Die ILO schätzt, dass heute noch 152 Millionen Min­der­jährige arbeiten – davon 73 Millionen in gefährlichen Berufen. 70 Prozent davon sind in der Landwirtschaft beschäftigt, weil die Eltern allein kein Auskommen für die Familie finden.

Seit dem Jahr 2000 hätten viele Länder Gesetze gegen die schlimmsten Formen der Kin­derarbeit erlassen, so die Organisation. Die Zahl der betroffenen Minderjährigen sei bis 2016 um 40 Prozent gesunken.

Eigentlich wollen die Mitgliedsländer der Vereinten Nationen Kinderarbeit in jeder Form bis 2025 beenden. Allerdings droht die Coronapandemie, Fortschritte zunichte zu ma­chen. Womöglich steige die Kinderarbeit sogar wieder, warnt die ILO. Die Organisation wurde 1919 ins Leben gerufen, damals noch als ständige Einrichtung des Völkerbunds. © dpa/aerzteblatt.de

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