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Politik

Gesundheitsämter: 5.900 zusätzliche Mitarbeiter in der Coronakrise

Mittwoch, 5. August 2020

/picture alliance / Andreas Franke

Berlin – In der Coronakrise sind in den Ämtern des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) rund 5.900 zusätzliche Beschäftigte eingesetzt worden. Das geht aus einer heute veröffentlichten Umfrage des Deutschen Städtetags und des Deutschen Landkreistags hervor, an der 252 von 356 Gesundheitsämtern teilnahmen.

„Die Gesundheitsämter sind stark gefordert, aber sie sind nicht überfordert. Sie haben die Herausforderungen der Pandemie bisher gut bewältigt“, kommentiert der Hauptge­schäfts­führer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, die Ergebnisse. Die Ämter seien deutlich besser ausgestattet als in der öffentlichen Debatte zum Teil vermittelt werde.

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Das zusätzliche Personal habe man vor allem zur Kontaktnachverfolgung, für Coronatests und zur Kontrolle von Quarantänemaßnahmen eingesetzt. In großem Umfang hätten Mit­ar­beiter aus anderen Bereichen der Verwaltung der Städte und Landkreise eingesetzt wer­den können. Es sei aber auch zusätzliches Personal eingestellt oder durch Amtshilfe eingesetzt worden.

Die meisten Gesundheitsämter würden laut Städtetag planen, weitere zusätzliche Ärzte wie auch weitere medizinische Fachangestellte, Sachbearbeiter und anderes nicht-ärztliches Personal einzustellen.

Dedy begrüßte in diesem Zusammenhang die Hilfen des Bundes für die Gesundheits­äm­ter in Höhe von vier Milliarden Euro über fünf Jahre. „Den Personalbestand der Ämter für normale Zeiten konnten wir kurzfristig durch zusätzliche Kräfte aus anderen Bereichen der Verwaltung ausweiten. Aber wir brauchen jetzt für die gesamte Dauer der Pandemie mehr Beschäftigte, um Corona weiterhin so wirksam wie möglich zu bekämpfen.“

Die finanziellen Zusagen des Bundes seien deshalb ein gutes Signal. Darüber hinaus brau­che man in Deutschland mehr Ärzte. Dazu müssten die Länder rasch mehr Kapazitä­ten für die Medizinerausbildung schaffen. Sinnvoll sei auch, wenn die Medizinerausbil­dung künftig stärker die Besonderheiten des öffentlichen Gesundheitsdienstes berück­sichtige, so Dedy.

Ein ursprünglich für diesen August geplantes Coronatreffen der Bundesregierung mit den Ge­sundheitsämtern und Kommunalvertretern wurde unterdessen offenbar auf den 8. Sep­tember verschoben. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Teilnehmerkreise.

Als Teil ihres Anfang Juni beschlossenen Konjunktur- und Krisenbewältigungspakets kündigte die Bundesregierung an, gemeinsam mit den Ländern und Kommunen einen „Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst“ anzustreben. © aha/aerzteblatt.de

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