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Politik

Telematik­infrastruktur: Gematik kündigt weitere Zugangsmöglichkeiten an

Mittwoch, 5. August 2020

/dpa

Berlin – In wenigen Wochen soll die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) für weitere Anwender­gruppen nutzbar gemacht werden. Wie die Gematik heute mitteilte, sollen berechtigte Organisationen und Institutionen des Gesundheitswesens mit einer speziellen Instituti­onskarte (SMC-B ORG) einen kontrollierten Zugang zur TI erhalten.

Organisationen wie etwa Kassen(zahn)ärztliche Vereinigungen (KVen/KZVen) können dann künftig über den TI-Fachdienst Kommunikation im Medizinwesen (KIM) Informatio­nen mit ihren Mitgliedern austauschen.

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„Unsere Vision von einem Gesundheitswesen, in dem alle – und zwar wirklich alle – un­tereinander kommunizieren können, wird immer greifbarer“, betonte Lars Gottwald, Leiter der Business-Teams bei der Gematik. Mit der SMC-B ORG habe man es geschafft, dass nicht nur Praxen, Krankenhäuser und Apotheken Informationen zuverlässig und sicher austauschen könnten.

Medienbrüche werden reduziert

Dies werde dazu beitragen, beispielsweise Medienbrüche in der Verwaltung des Gesund­heitswesens weiter zu reduzieren. Ein Zugriff auf die elektronische Gesundheitskarte (eGK) der Versicherten und die darauf abgelegten medizinischen Anwendungen ist mit der Karte SMC-B ORG allerdings ausgeschlossen.

Die Gematik hat D-Trust, ein Unternehmen der Bundesdruckerei, beauftragt, bis zum Ende des 3. Quartals 2020 ein Antrags- und Freigabeportal für die Kartenherausgabe be­reit­zu­stellen. Als Kartenherausgeber verifiziert die Gematik die Berechtigung der einzel­nen Antragssteller und gibt den Antrag frei. Anschließend produziert D-Trust die Karte und übernimmt auch den Versand.

Für einen Zugang zur Tele­ma­tik­infra­struk­tur benötigen Organisationen und Institutionen – neben der SMC-B ORG – einen E-Health-Konnektor, ein Kartenterminal sowie einen VPN-Zugangsdienst. Um KIM nutzen zu können, bedarf es zudem einer KIM-E-Mail­adresse. Sobald beispiels­weise KVen angebunden sind, lassen sich über KIM unter ande­rem administrative Pro­zesse vereinfachen.

Im ersten Schritt zielt die zentrale Kartenherausgabe der SMC-B ORG laut Gematik darauf, die Bedarfe der Gesellschafterorganisationen der Gematik sowie der Landesorganisati­o­nen abzudecken, die sie vertreten. Im Zuge der Auftragsdurchführung sollen dann weitere Nutzerkreise berechtigt werden, Zugang zur Tele­ma­tik­infra­struk­tur zu erhalten. © EB/aha/aerzteblatt.de

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