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USA bestellen COVID-19-Impfstoff­kandidaten von Johnson & Johnson

Freitag, 7. August 2020

/picture alliance, NurPhoto, Jakub Porzycki

Neuss – Die USA haben sich Anteile des COVID-19-Impfstoffkandidaten des Pharma­un­ter­nehmens Janssen gesichert. Das zum Gesundheitskonzern Johnson & Johnson gehö­ren­de Unternehmen hat mit der US-Regierung vereinbart, 100 Millionen Dosen sei­nes SARS-CoV-2-Impfstoffkandidaten (Ad26.COV2.S) in den USA herzustellen und für den dortigen Einsatz zur Verfügung zu stellen, sobald dieser durch die amerikanische Zu­lassungsbehörde (FDA) für den Notfallgebrauch zugelassen ist.

Die Behörde BARDA (Biomedical Advanced Research and Development Authority), Teil des US-Gesundheitsministeriums, stellt dafür zusammen mit dem US-Verteidigungs­ministe­ri­um eine Milliarde US-Dollar bereit.

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In der akuten Pandemiephase wird Janssen den Impfstoff zum Selbstkostenpreis abgeben. Im Rahmen einer Folgevereinbarung kann die US-Regierung darüber hinaus weitere 200 Millionen Impfdosen des SARS-CoV-2-Impfstoffkandidaten von Janssen erwerben.

„Um schnellstmöglich einen sicheren und wirksamen Impfstoff für den Notfallgebrauch bereitstellen zu können, bauen wir aktuell unsere Produktionskapazitäten in den USA und weltweit aus,” sagte Paul Stoffels, Forschungschef von Johnson & Johnson. Ihm zufolge laufen inzwischen die ersten klinischen Phase-1/2a-Studien des Impfstoff­kandidaten (Ad26.COV2.S) am Menschen.

Die Studien an gesunden Freiwilligen finden in Belgien und den USA statt. Im Rahmen der klinischen Studien werden sowohl das Ein- als auch das Zwei-Dosen-Impfregime untersucht.

Parallel zu den klinischen Entwicklungsaktivitäten engagiert sich das Gesundheitsunter­neh­men dafür, dass der künftige Impfstoff nach Zulassung durch die Behörden weltweit zur Verfügung steht. Ziel sei, im Laufe des Jahres 2021 weltweit mehr als eine Milliarde Dosen eines sicheren und wirksamen Impfstoffs gegen COVID-19 bereitzustellen.

Das Johnson & Johnsons SARS-CoV-2-Impfprogramm nutzt die AdVac-Technologie von Janssen. Diese wurde auch bei der Entwicklung des mittlerweile von der Europäischen Kommission zugelassenen Ebola-Impfstoffs sowie bei den HIV-, RSV- und Zika-Impf­stoffkandidaten eingesetzt. © hil/sb/aerzteblatt.de

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