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Zahl der Malariatoten in Afrika könnte sich wegen Corona verdoppeln

Montag, 10. August 2020

Malariamücken (Anopheles maculipennis) /dpa

Nairobi/London – Wegen der Coronapandemie könnten in diesem Jahr mehr als doppelt so viele Menschen in Afrika südlich der Sahara an Malaria sterben als im Vorjahr. Zu die­sem Ergebnis kommen britische Forscher und Kollegen im Fachblatt Nature Medicine DOI: 10.1038/s41591-020-1025-y.

In Afrika wurden inzwischen mehr als eine Million Coronafälle verzeichnet. Um die Pan­de­mie einzudämmen, haben die Länder etliche Maßnahmen ergriffen, die aber auch Kon­sequenzen für die Bekämpfung von Malaria – etwa die Verteilung von Moskitonetzen – haben.

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Sollten die Aktivitäten zur Prävention von Malaria stark beeinträchtigt werden, könne es 2020 rund 779.000 Malariatote geben, warnten die Autoren der Studie. Maßnahmen wie die Verteilung von Netzen oder der Zugang zu Malariamedikamenten müssten priorisiert werden, forderten sie.

Bereits im April hatte die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) vor einem drastischen An­stieg der Malariatoten in diesem Jahr gewarnt. 2018 gab es nach WHO-Angaben 228 Milli­o­nen Malariafälle – geschätzte 405.000 Menschen starben.

Die meisten Todesfälle waren mit 380.000 in Afrika südlich der Sahara zu verzeichnen. © dpa/aerzteblatt.de

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