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Ausland

Mehr als fünf Millionen Infektionen mit SARS-CoV-2 in den USA

Montag, 10. August 2020

/gargantiopa, stock.adobe.com

Washington – In den USA haben die Behörden seit Beginn der Coronapandemie bereits fünf Millionen bestätigte Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Erreger gemeldet. Das ging gestern aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor.

Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen in den USA, vor allem in Bundesstaaten im Sü­den und im Westen des Landes, wieder stark angestiegen. Die Schwelle von vier Millio­nen bekannten Infektionen war erst vor zweieinhalb Wochen überschritten worden.

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Bislang sind in den USA mehr als 162.000 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben, wie die Daten von Johns Hopkins zeigten. Pro Tag meldeten die Behörden zuletzt im Schnitt gut 1.000 Todesfälle und rund 60.000 Neuinfektionen.

In keinem Staat der Welt gibt es in absoluten Zahlen gesehen so viele bekannte Infektio­nen und Todesfälle wie in den USA, einem Land mit 330 Millionen Einwohnern.

Die Website der Forscher der Johns Hopkins Universität wird regelmäßig mit eingehen­den Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Gesundheitsbehörde CDC. Dem CDC zufolge gab es in den USA bis vorgestern 4,92 Millionen bestätigte Coronainfektionen und 160.000 Todesfälle.

Bis es eine Impfung gebe, werde es ohne einen neuen Lockdown Millionen weitere Coro­na­virusinfektionen und zahlreiche Todesfälle geben, aber keine nachhaltige Erholung der Wirtschaft, warnten der Epidemiologe Michael Osterholm und der Chef des Büros der No­tenbank in Minneapolis, Neel Kashkari, in einem Gastbeitrag in der New York Times.

„Es gibt keinen Zielkonflikt zwischen der Gesundheit und der Wirtschaft“, schrieben sie. Das Coronavirus müsse „aggressiv unter Kontrolle“ gebracht werden.

Sie schlagen die Verhängung von Ausgangsbeschränkungen in den Bundesstaaten für je­weils sechs Wochen vor, um die Zahl der Neuinfektionen von derzeit 50.000 bis 60.000 pro Tag mindestens auf wenige Tausend pro Tag zu reduzieren.

US-Präsident Donald Trump und viele Gouverneure lehnen erneute einschneidende Be­schränkungen des öffentlichen Lebens entschieden ab. Nach Ansicht vieler Gesundheits­experten wurden die ursprünglichen Beschränkungen, die ab Ende März verhängt worden waren, zu schnell wieder aufgehoben. © dpa/aerzteblatt.de

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