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Ärzteschaft

Labore verzeichnen hohe Auslastung bei Coronatests

Dienstag, 11. August 2020

/Robert Leßmann, stock.adobe.com

Berlin – Die Auslastung der Testkapazitäten auf das SARS-CoV-2-Virus hat in Deutschland deutlich zugelegt. Laut einer aktuellen Datenanalyse der Akkreditierten Labore in der Me­dizin (ALM) betrug die Auslastung in der vergangenen Woche 67 Prozent – in der Wo­che zuvor betrug der Wert noch 55 Prozent.

Michael Müller, 1. Vorsitzender des ALM, verwies darauf, dass dies auch eine Auswirkung der jüngst erlassenen Verordnungen bezüglich der Coronatests bei Reiserückkehrern sei.

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Der ALM schätzt, dass der Mehrbedarf an Tests für Reiserückkehrer bei etwa 250.000 Tests pro Woche liegen könnte. Zwar sei der Testbedarf deutlich gestiegen, durchaus re­gional schwankend, insgesamt sei die Nachfrage aber laut Müller noch „gut abdeckbar“.

Bei weiteren politischen Leistungsversprechen sei aber zu bedenken, dass die regelhaft zu Verfügung stehenden Testkapazitäten der Labore nicht beliebig steigerbar sind, so Müller. Insbesondere der Zugriff auf Testkits und Verbrauchsmaterialien sei limitiert.

Wie ALM-Vorstandsmitglied Jan Kramer in diesem Zusammenhang erläuterte, sei seitens der Zulieferer teilweise bereits ein Einfrieren der entsprechenden Lieferkontingente auf ein fixes Niveau erfolgt. Auch er appellierte an die Politik, eine „Kapazitätsüberlastung“ zu verhindern.

Auch zu den offenbar vorerst gescheiterten Gesprächen zwischen Kassenärztlicher Bun­desvereinigung (KBV) und der Telekom zur Anbindung der medizinischen Labore an die Corona-Warn-App durch die KV Digital, ein Tochterunternehmen der KBV, bezog der ALM Stellung.

Müller betonte, eine „deutlich kooperativere“ Haltung seitens der Telekom wäre wün­schenswert. Schließlich eine alle das Ziel, möglichst flächendeckend die digitale Verbin­dung via QR-Code zu ermöglichen. Die Telekom solle ihre Haltung, so der Appell, noch­mals überdenken – zumal es offensichtlich eher um vertragliche als technische Fragen gehe.

Bezüglich der künftigen Vergütung der Coronatests äußerte sich Müller vorsichtig opti­mistisch. Ende August wolle sich der Erweiterte Bewertungsausschuss erneut mit dieser Frage befassen. Er habe durchaus Hoffnung, dass die Sachargumente der Labore zur Kos­tendarstellung dann berücksichtigt würden. © aha/aerzteblatt.de

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