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Coronakrise verursacht vermehrt seelische Beschwerden bei jungen Kindern

Freitag, 14. August 2020

/goodmoments, stockadobecom

Leverkusen – Die Coronakrise hat einer Umfrage unter Kinderärzten zufolge bei vielen Kindern zu seelischen Beschwerden geführt.

Kita- und Schulschließungen sowie Kontakt­beschränkungen hätten insbesondere bei Kindern ab sechs Jahren psychische Leiden verursacht, ergab die Erhebung „Home­schoo­ling und Gesundheit 2020“ für die Betriebskrankenkasse pronova BKK.

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Diese Leiden beobachteten 89 Prozent der befragten Ärzte. Jeder zweite Kinderarzt be­obachtete Verhaltensveränderungen, wie Antriebslosigkeit, Reizbarkeit oder Angststörun­gen, bei den jungen Patienten.

Zudem berichteten 45 Prozent der Mediziner von Schlafstörungen. Als Ursache benann­ten die Ärzte den mangelnden Kontakt zu Gleichaltrigen und fehlende Freizeitmöglich­kei­ten.

Viele Kinder waren während der Krise häufiger Konflikten und Ängsten der eigenen El­tern ausgesetzt. Sie verbrachten zudem überdurchschnittlich viel Zeit vor Computer-oder Handybildschirmen. Vier von zehn Kinderärzten beobachteten Entwicklungsstörungen als Folge.

Zu erwarten sei nun, dass die Kinder häufiger auf Psychotherapeuten angewiesen seien, genauso wie auf Ergo- und Physiotherapeuten, so die pronova BKK. Erst in den kommen­den Monaten werde sich das ganze Ausmaß zeigen, sagte Gerd Herold, Beratungsarzt der pronova BKK. © afp/aerzteblatt.de

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