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Medizinstudierende üben Patientengespräche per Videosprechstunden

Dienstag, 18. August 2020

/rocketclips, stock.adobe.com

Homburg – Die Universität des Saarlandes hat Patientengespräche in Videosprechstun­den fest in ihre Seminare aufgenommen, in denen Studierende mit Schau­spielern die Patientenkommunikation üben.

Solche Seminare bietet die Medizinische Fakultät im Saarland bereits seit 2007 unter dem Begriff „Homburger Kommunikations- und Interaktionstraining (HOM-KIT)“ als Wahl­fach im Medizinstudium an. Nach den Videoveranstaltungen in diesem Sommersemester soll sie künftig regelhaft auch die Fernkommunikation trainieren.

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„Ja, wir möchten gerne beide Formate, Präsenz- und Videosprechstunde, weiter behalten und üben“, erläuterte Psychologe Roberto D’Amelio, der das HOM-KIT-Curriculum mitbe­gründet und das Konzept zur Durchführung des Onlinetrainings „Videosprechstunde“ er­arbeitet hat, die Reaktion der Studierenden.

In der Videosprechstunde muss der Arzt den Patienten dazu bewegen, seine Symptome möglichst genau und detailliert zu schildern.

„Außerdem müssen die jungen Leute versu­chen, ihren Patienten ebenso wie in der echten Sprechstunde das Gefühl zu vermitteln, dass sie für sie da sind, dass sie bei ihnen sind“, erläutert der Studienmanager Fabio Lizzi. Das gehe beispielsweise nur, wenn sie ganz bewusst in die Kameralinse schauten statt auf den Computerbildschirm.

An den Trainings sind Experten aus vielen Fachabteilungen des Uniklinikums eingebun­den, so dass die Studierenden mit immer neuen, vielfältigen medizinischen Feldern kon­frontiert werden.

„Und auch das Drumherum ist wichtig“, erläutert Urban Sester, Lehrbeauftragter der Klinik für Innere Medizin IV. Zum Beispiel renne ein Hund ständig durchs Bild oder durch das ge­öffnete Fenster des Patienten dringe Baulärm herein und störe das Gespräch, nennt er Beispiele, die die professionellen Schauspielpatienten für manche Gesprächssituationen vorbereitet haben.

Dazu werden sie intensiv auf ihre Rolle vorbereitet und sprechen ihre Vorgehensweise mit den UKS-Medizinern ab, damit sie ein Leiden medizinisch fundiert vorspielen können. © hil/aerzteblatt.de

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