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Politik

Grünenspitze erarbeitet Vorschlag für Homöopathie­kompromiss

Montag, 17. August 2020

Robert Habeck, Bundesvorsitzender der Grünen /picture alliance, Kay Nietfeld

Berlin – Die Grünen-Spitze hat einen Kompromissvorschlag zum parteiinternen Streit um die Finanzierung der Homöopathie durch die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) er­ar­beitet und will darüber beim Bundesparteitag ab­stimmen lassen.

Grünen-intern gab es monatelang Streit darüber, ob die Krankenkassen die Kosten für ho­möopathische Mittel übernehmen sollen. Die Debatte sei „weitestgehend gelöst“, hatte Habeck nun gestern in der ARD angekündigt.

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Der Vorschlag sieht demnach nun vor, dass Krankenkassen homöopathische Mittel über einen Wahltarif bezahlen können. Diesen Sondertarif müssen Versicherte gesondert ab­schließen und somit extra bezahlen. So gebe es ein „Solidarsystem innerhalb der Homöo­pathie-Medikamenten-Liebhaber“, aber die Allgemeinheit zahle nicht dafür, sagte Habeck.

Eine Grünen-Sprecherin teilte mit, der Vorschlag sei unter Federführung von Parteichef Ha­beck erarbeitet und dem Bundesvorstand im Juli vorgelegt worden. Der Vorstands­be­schluss solle „nach abschließenden Beratungen in einigen Wochen gefasst werden“.

Grünen-Chefin Annalena Baerbock erklärte heute, das Papier sei auch mit anderen zen­tra­len Beteiligten, etwa Gesundheitspolitikern, erarbeitet worden. Beim Parteitag in Karls­ruhe von 20. bis 22. November solle es vorgelegt werden.

Die Krankenkassen dürfen derzeit Homöopathie als Satzungsleistung anbieten. Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) haben sich mehrfach für ein Ende der Homöopathie als Satzungsleistung der Krankenkassen aus­gespro­chen. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #658478
onurarpat
am Freitag, 4. September 2020, 00:42

Lächerlich

Lächerlich und gleichzeitig enttäuschend was da bei Grünen passiert. Homöopathie ist eine Pseudowissenschaft und wird auch so bleiben, Steuergeld muss nicht für sowas weggeschmissen werden.
Avatar #108046
Mathilda
am Donnerstag, 20. August 2020, 16:49

solche Zusatzversicherungen gibt es bereits ...

... man nennt das Private Kran­ken­ver­siche­rung.
Wer sich gerne mit Homöopathie etc. behandeln lassen möchte, kann dafür einen Tarif in einer PKV abschließen. Dafür muss man keine Sondertarife innerhalb der GKV basteln.
Avatar #1976
barabasch-riedel
am Dienstag, 18. August 2020, 12:39

Der andere Gesichtspunkt . . . .

Schau' trau wem !!! Die Grünen entdecken "das Geschäft mit der Zuzahlung". Nichts anderes ist bes doch : ZUSAZUVERSICHERUNGSBEITRAG. Wie in der "richtigen Welt der Realitäten. Du kriegst, was Du willst, Du zahlst einfach dafür . . . Na dann 'mal los mit den Leinen ! Der Vorschlag scheint "richtig "ökonomisch" .
Avatar #662080
strahlengegenkrebs
am Montag, 17. August 2020, 21:39

Grüne Aluhüte

Homöopathie ist eine Verschwörungtheorie, die Verfechter unqualifizierte Aluhüte.
Damit sind die Grünen auf gleichem Niveau wie „Die Partei“. Letztere nimmt sich wenigstens nicht ernst, wohingegen bei den Grünen eine Regierungsbeteiligung befürchtet werden muss. Dem werde ich versuchen, mit Hilfe von Wünschelrute, Amethystpendel, Astrologie und Erdstrahlen entgegen zu wirken.
Avatar #555822
j.g.
am Montag, 17. August 2020, 19:37

Wenn Kinderbuchautoren, Theologen light ...

... und anderes fachfremdes Personal über Sachthemen sich anmaßen und beurteilen und abstimmen zu können, kommt nur Murks heraus. Am besten, neben der Homöopathie auch gleich die Akupunktur und Akupressur, die Osteopathie, die Irisguckerei, Yin und Yang, die Reflexzonenmalträtiererei am besten auch gleich die gesamte Heilpraktiziererei im Orkus versenken. - Für Glaubensfragen (=nicht wissen) gibt es bereits genügend Fakultäten.
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