NewsÄrzteschaftEthikkommission prüft rund 160 Anträge auf Präimplantations­diagnostik
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Ethikkommission prüft rund 160 Anträge auf Präimplantations­diagnostik

Mittwoch, 19. August 2020

/dpa

Stuttgart – Die gemeinsame Ethikkommission der Länder Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen zur Durchführung der Präimplan­tati­ons­diagnostik (PID) hat in ihrer ersten fünfjährigen Amtsperiode 166 Anträge auf eine PID bearbeitet.

„Die PID-Ethikkommission hat bewiesen, dass sie trotz der schwierigen Thematik routi­niert und erfolgreich arbeitet – das ist sehr erfreulich“, sagte Wolfgang Miller, Präsident der Lan­des­ärz­te­kam­mer Baden-Württemberg.

Anzeige

Die PID bietet die Möglichkeit, einen außerhalb des Körpers erzeugten Embryo vor dess­en Implantation in die Gebärmutter genetisch auf eine in der Familie bereits bekannte Chromosomenstörung oder erbliche Erkrankung untersuchen zu lassen.

Nach dem Willen des Gesetzgebers ist die PID nur ausnahmsweise und nur unter stren­gen Voraussetzungen erlaubt. Zum Beispiel muss der genetische Defekt schwerwiegend und das Risiko des Auftretens beim Kind muss hoch sein. Die PID-Ethikkommission über­prüft und diskutiert diese Voraussetzungen und stimmt dem jeweiligen Antrag zu oder lehnt ihn ab.

„Bei der PID geht es um grundsätzliche Lebensfragen“, sagte Miller. Daher ließen die Kommissionsmitglieder bei ihren Beratungen neben medizinischen auch psychologische, soziale und ethische Aspekte mit einfließen.

„Vor allem freut es mich für diejenigen, denen die Kommission Wege aus belastenden Situationen aufzeigen konnte“, betonte der Ärztekammerpräsident mit Hinblick auf die erste Amtsperiode der Kommission. © hil/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER