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Politik

Jährlich 300 Studienplätze für Hebammen in NRW geplant

Donnerstag, 20. August 2020

/picture alliance, Caroline Seidel

Düsseldorf – Für die Hebammenausbildung sollen künftig 300 Studienplätze jährlich an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen (NRW) eingerichtet werden. Das beschloss die Lan­desregierung, wie sie gestern mitteilte.

Die Ausbildungskapazitäten würden nach und nach von Hebammenschulen an Hoch­schu­len verlagert. Die Hochschulauswahl erfolge zum Herbst. Der Start des dualen Studiums sei überwiegend zum Wintersemester 2021/2022 vorgesehen.

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„Damit streben wir einen reibungslosen Übergang von der bisherigen klassischen He­bam­menausbildung in die zukünftig vollakademisierte Ausbildung an“, erklärte Wissen­schaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos).

Der NRW-Landesverband der Hebammen hatte vor einem halben Jahr den Aufbau von Studienmöglichkeiten für angehende Hebammen im bevölkerungsreichsten Bundesland als viel zu schleppend kritisiert.

Er sprach von einem Versorgungsengpass in der Geburtshilfe. Im Herbst 2019 war eine Reform der Ausbildung bundesweit beschlossen worden.

Zum Jahresanfang gab es in NRW nur an der Hochschule für Gesundheit in Bochum die Möglichkeit, einen berufsqualifizierenden Bachelor in Hebammenkunde zu erwerben.

Nach Ministeriumsangaben im Februar haben die Hochschulen in Aachen, Krefeld, Bonn, Köln und Bielefeld Interesse bekundet. In Düsseldorf stehe ein Studiengang in den Start­löchern, hieß es damals.

Die Grünen kritisierten den jüngsten Beschluss. Bachelorstudiengänge allein reichten nicht aus, um dem Hebammenmangel entgegenzuwirken.

Sachverständige hätten bereits im Vorfeld deutlich gefordert, „dass es Master­studien­gänge und Promotionsmöglichkeiten in NRW braucht, um ausreichend Lehrende für die Hebammenkunde zu erhalten.“ © dpa/aerzteblatt.de

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