Ärzteschaft
COVID-19 bei Mehrzahl der Betroffenen auch die Todesursache
Donnerstag, 20. August 2020
Berlin – Die Ergebnisse von 154 in Deutschland durchgeführten Obduktionen von verstorbenen COVID-19-Patienten bestätigen, dass bei einem schweren Verlauf der Erkrankung diese in der Mehrzahl der Fälle auch die Todesursache ist.
„In mehr als drei Viertel der Obduktionen konnte die COVID-19-Erkrankung als wesentliche oder alleinige zum Tode führende Erkrankung dokumentiert werden“, berichtete Johannes Friemann heute bei einer gemeinsamen Online-Pressekonferenz des Bundesverbandes Deutscher Pathologen, der Deutschen Gesellschaft für Pathologie und der Deutschen Gesellschaft für Neuropathologie und Neuroanatomie.
Friemann ist Leiter der AG Obduktion der Deutschen Gesellschaft für Pathologie. Unter ihren Mitgliedern führte die Fachgesellschaft eine Umfrage zu Obduktionen an COVID-19-Verstorbenen durch.
In 68 pathologischen Instituten wurden 154 solche Obduktionen durchgeführt. Mit einem Anteil von 68 Prozent waren die obduzierten Verstorbenen mehr als doppelt so häufig Männer als Frauen. Die meisten von ihnen befanden sich bei ihrem Tod in der siebten bis neunten Lebensdekade.
Mehr als die Hälfte der charakteristischen autoptischen Organbefunde hätten diffuse Alveolarschäden (37%) und diffuse Alveolarschäden mit Bronchopneumonien (15%) ausgemacht, so Friemann. Darüber hinaus fanden sich bei den Obduktionen Thrombosen und Thrombembolien (19%), Mikrothromben (20%) und Endothelialitis (95).
Bei den Obduktionen der COVID-19-Verstorbenen seien zudem Schäden an Immunorganen wie der Milz oder den Lymphknoten, Leberschäden, Herzmuskelentzündungen, Lungenentzündungen bei Embolien sowie Hirninfarkte und Hirnblutungen beobachtet worden, berichtete Friemann weiter.
Bei diesen Organveränderungen ist dem Lüdenscheider Pathologen zufolge eine Assoziation mit COVID-19 möglich, aber nicht erwiesen: „Hinweise auf möglicherweise virusassoziierte Schäden des Immunsystems, der Leber, des Herzens und des Zentralnervensystems bedürfen der weiteren Aufklärung und Spezifizierung.“
zum Thema
aerzteblatt.de
Als wesentliche Begleiterkrankungen, die den Tod der COVID-19-Patienten mitverursacht haben könnten, identifizierten die Pathologen kardiovaskuläre Erkrankungen (ca. 43%), vorbestehende Lungenerkrankungen (ca. 16%) und komplizierte bakterielle Infektionen (8%). Häufige Komorbiditäten waren außerdem Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas und Diabetes mellitus (ca. 12%).
Obduktionen sind finanziell nicht ausreichend abgesichert
Friemann berichtete, dass nicht einmal sechs Prozent der angeschriebenen Institute überhaupt COVID-19-Obduktionen durchgeführt hätten. Als Grund für die zögerliche Umsetzung sehen die Pathologen weniger die anfängliche Warnung des Robert Koch-Instituts vor Obduktionen an COVID-19-Verstorbenen. Vielmehr sei die klinische Obduktion weder finanziell noch politisch oder medizinisch ausreichend abgesichert.
„Klinische Obduktionen bedürfen als Verfahren zur Aufklärung der formalen und kausalen Pathogenese lebensbedrohlicher Infektionserkrankungen einer besseren institutionellen Absicherung“, resümierte Friemann.
In einem Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fordern die pathologischen Fachgesellschaften deshalb die Abschaffung der einschränkenden Indikationsliste, die Senkung der Obduktionsquote auf zwei Prozent aller in einem Krankenhaus jährlich Verstorbenen und die Anpassung der Finanzierung an die Kalkulation des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK).
Das Obduktionswesen sei ein Instrument der Qualitätssicherung. Nur wenn bessere Voraussetzungen für die Durchführung klinischer Obduktion geschaffen würden, könne das Wissen, das durch sie generiert werde, in Aus-, Weiter- und Fortbildung und damit in der Therapie der Ärzte vermehrt werden und erhalten bleiben. © nec/aerzteblatt.de
Ausreichende Datengrundlage?
Professor Püschel im UKE 140 Obduktionen durchgeführt; Welche Daten sind dann aussagekräftiger?
Covid19-Diagnose ohne Test auf andere Viren?
Wenn ich nur auf ein Virus (SARS-Cov-2) teste, aber nicht auf viele andere Viren, welche die gleichen Symptome verursachen (Influenza-Viren usw.), wie kann ich dann behaupten, SARS-Cov-2 wäre die Ursache? Angenommen ich hätte positive PCR-Tests für 5 weitere Viren vorliegen, die schwere Lungenentzündungen verursachen - wie kann ich wissen, welcher für dafür verantwortlich ist?
Die Arbeitsgemeinschaft Influenza zeigte ja recht deutlich, dass selbst in der Viren-Hochsaison SARS-Cov-2 nur eine untergeordnete Rolle spielte [1].
Meine These: Wenn jeder Erkrankte/Verstorbene auf die komplette Bandbreite der Erkältungs-/Grippeviren getestet worden wäre, wäre bei einem Großteil der Fälle unklar, in welche Schublade sie zu sortieren seien.
Was meinen Sie dazu?
[1] https://influenza.rki.de/Wochenberichte/2019_2020/2020-14.pdf
Pathologen in Italien
https://www.epicentro.iss.it/coronavirus/sars-cov-2-decessi-italia
jedoch wird anders berichtet:
„Bei 3952 Verstorbenen (für die es möglich war, die medizinischen Unterlagen zu analysieren) hatten 155 Patienten keine vorbestehende Pathologie, 549 hatten 1 vorbestehende Pathologie, 802 Hatten deren 2 und 2441 hatten drei oder mehr vorbestehende Pathologien. ferner:
Bis zum 22. Juli waren 389 der 34.142 (1,1%) verstorbenen Patienten SARS-CoV-2-positive Patienten unter 50 Jahren. Insbesondere waren 86 von ihnen jünger als 40 Jahre (56 Männer und 30 Frauen zwischen 0 und 39 Jahren). Von 8 Patienten unter 40 Jahren liegen keine klinischen Informationen vor. Von den anderen Patienten hatten 64 schwerwiegende vorbestehende Pathologien (Herz-Kreislauf-, Nieren-, psychiatrische Pathologien, Diabetes, Fettleibigkeit) und 14 hatten keine relevanten Pathologien diagnostiziert.“
übersetzt
Ärzteblatt auf dem Niveau einer Klatsch Journaille
Medizinisch ist das ganze ein Armutszeugnis wie viele kompetente Kommentare bereits enthüllt haben. Als Dissertation würde dieses fachlich beschämend dünne Machwerk mit Pauken und Trompeten abgewiesen werden. Ein weiterer Beleg dafür wie sich Ärztefunktionäre kritiklos vor den Karren der Politik spannen lassen um ihre gruppenspezifischen Interessen im Haifischbecken des Gesundheitswesen publikumswirksam an den Mann zu bringen. Man darf gespannt sein ob die Masse der Ärzte wenigsten diesmal den Mut aufbringt sich dem Mißbrauch ihres Namens und ihres Berufs entgegenzustellen.
Diese Schlussfolgerungen sind übereilt und halten wissenschaftlichen Überprüfungen nicht Stand
Zunächst einmal ist JEDE Infektion, ganz gleich, ob bakterielle Infektion oder viraler Infekt, in einem Zeitfenster von einem Jahr dazu in der Lage, Blutgerinnsel zu bilden, mithin also eine TVT oder LAE. Das Covid-19 zuzuschreiben ist im höchsten Maße lächerlich und aus meiner Sicht der Versuch, ein (Mit) Verschulden der Ärzteschaft, mithin also diverse Kunstfehler zu verschleiern.
Zweitens, kommen hier weder die medikamentöse Behandlung als möglicher Verursacher vor, von denen ich Ihnen aus dem Stehgreif 4 nennen kann, die derartige Nebenwirkungen haben können, noch die bereits zuvor erhaltene Medikation der Patienten, die allesamt bereits betagt gewesen sind.
Drittens fehlt die Erhebung des Impfstatus.
Viertens die Gegenüberstellung einer gleichen Anzahl an Verstorbenen anderer Erreger, wie Influenza oder Pneumokokken. Selbst ein Harnwegsinfekt kann innerhalb von 12 Monaten diverse Blutgerinnsel begünstigen.
Wen wollen Sie hier eigentlich für dumm verkaufen? Wie schamlos kann man eigentlich sein? Es geht doch immer noch zu toppen, man sollte darüber nachdenken, für solche Gefälligkeitsaussagen die Approbation zu entziehen.
Missachtet das RKI eigene Regeln?
3-89606-090-2. Darin heißt es
"Das Rauchen stellt nach wie vor das bedeutendste
einzelne Gesundheitsrisiko in den Industrienationen dar. Allein in Deutschland sterben jedes Jahr
zwischen 100.000 und 140.000 Menschen infolge von Krankheiten, die sich mit dem Tabak-konsum in Verbindung bringen lassen; [...] Um Maßnahmen zur nachhaltigen Verringe-rung des Tabakkonsums planen, umsetzen und
evaluieren zu können, sind verlässliche und
umfassend belastbare Daten erforderlich. [...] Wenn der Verdacht besteht, dass
Tabakrauchen in einer Studie ein Confounder ist,
muss die Rauchexposition daher mit erhoben und in der Auswertung [...] berücksichtigt werden."
Müsste das RKI die Todesursachen nicht mindestens nach Raucher/Nichtraucher aufschlüsseln, um das zu ermöglichen? Rauchen ist bereits in Studien als Risikofaktor sowohl für COVID-19-Infektionen als auch deren schwere Verläufe identifiziert und das auch für neuartige Rauchverfahren (eZigaretten).
Lungenärzte waren vor voreiligen Schlüssen bezüglich bleibende Lungenschäden durch Covid-19
@Mark A.
Wenn durch eine COPD die Gasaustauschfläche schn sehr eingeschränkt war und durch die SAS-CoV-2-Infektion die verbliebene Restkapazität unter ein überlebensfähiges Maß eingeschränkt wird, stribt der Patient dann an seiner COPD oder an CoVid-19?
An seiner COPD wäre er vielleicht erst in 5 oder 10 Jahren gestorben, wird also zurecht als Covid-19-Toter gezählt!
Dass die deutsche Todesursachestatstik gundsätzlich zu 99% auf den - meist falschen - Vermutungen der Ärzte beruht, die Totenscheine ausstellen, ist leider eine Tatsache, die nicht nur CoVid-19 betrifft, aber die Sektionsrate in Deutschland ist beschämend gering.
eine Änderung der entsprechenden Gesetze wäre wünschenswert, ist aber politisch nicht durchsetzbar
COVID-19 Obduktion: zweifelhafte Beweislage
Diese Organschäden können doch auch z.B. auf eine COPD (Raucherlunge) zurückzuführen sein, ferade in der angesprochenen Altersgruppe. Sie werden aber anscheinend alle als COVID-19-Tote gezählt.









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