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Nahrungsergänzungs­mittel immer beliebter

Dienstag, 25. August 2020

/dpa

Frankfurt am Main – Der Umsatz mit Nahrungsergänzungsmitteln aus der Apotheke ist in den vergangenen fünf Jahren um durchschnittlich sechs Prozent pro Jahr gestiegen und erreichte im Jahr 2019 einen Wert von 2,2 Milliarden Euro. Das geht aus einer Aufstellung des Statistikdienstleisters Iqvia hervor.

Zu den betrach­teten Produkten zählen unter anderem Vitamine, Mineralstoffe und Spu­ren­elemente, Aminosäuren, Ballaststoffe, Pflanzen und Kräuterextrakte. Mehr als die Hälfte des gesamten Umsatzes entfielen im Jahr 2019 auf die Gruppe der Mineralstoffe und Vitamine.

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Den höchsten Zuwachs verbuchten Mittel für Blase und Fortpflanzungsorgane (plus acht Prozent), gefolgt von Vitaminen und probiotischen Präparaten für den Verdauungstrakt (je plus sieben Prozent).

Zu Beginn der COVID-19-Krise wurden laut der Analyse einige Nahrungsergänzungs­prä­parate in Apotheken und Versandhandel besonders stark nachgefragt. Im Fokus der Ver­braucher stand dabei offenbar der Aspekt „Stärkung des Immunsystems“ – zum Beispiel gab es im ersten Quartal beim Verkauf von Vitamin C ein Plus von 94 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Bereits im vergangenen Herbst hatte das Marktforschungsunternehmen Aposcope berich­tet, dass der Trend zu Nahrungsergänzungsmitteln sich auch auf Kinder ausge­weitet ha­be. Die Nachfrage nach entsprechenden Präparaten sei laut einer Umfrage unter Apothe­kenpersonal in den vergangenen Jahren gestiegen.

Den befragten Apothekern und pharmazeutisch-technische Assistenten zufolge ist die Nachfrage vor allem für Jungen und Mädchen im Kindergartenalter zwischen drei und sechs Jahren (57 Prozent) sowie für Kinder im Grundschulalter von sechs bis zwölf Jahren (56 Prozent) hoch.

Mit 93 Prozent werden die ergänzenden Nährstoffe für Kinder laut den Teilnehmern am stärksten in der Indikation „Stärkung des Immunsystems“ nachgefragt. Außerdem bestehe ein besonders hohes Interesse an Nahrungsergänzungsmitteln für Kinder in den Indika­tionen „Konzentration/Aufmerksamkeit (56 Prozent)“ sowie „Wachstum und Knochen­ent­wicklung (rund 20 Prozent)“. © hil/aerzteblatt.de

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Hortensie
am Mittwoch, 26. August 2020, 12:46

Trend in richtige Bahnen leiten und Blut auf Mängel testen

Damit die Bürger nicht zuviel Vitamine und Mineralstoffe zu sich nehmen, sollten sorgfältige Untersuchungen des Blutes auf Mangelerscheinungen kostenlos zulasten der Kran­ken­ver­siche­rung möglich werden.
Denn oftmals glauben die Betroffenen einen Mangel an solchen Substanzen zu haben.
Auch könnten solche Untersuchungen Fälle von gigantischer Überdosierung entlarven.
Wer jedoch einen Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen hat, sollte auf Kassenrezept die Substitution dürchführen können (natürlich sollte man auch prüfen, ob eine -unerkannte- Grunderkrankung diesen Mangel verursacht hat).
LNS

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