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Politik

Deutlich mehr Pflegekräfte aus dem Ausland anerkannt

Mittwoch, 26. August 2020

/picture alliance, Tom Weller

Wiesbaden – Deutschland hat im vergangenen Jahr rund 42.500 ausländische Berufs­ab­schlüsse anerkannt, darunter besonders viele Pflegekräfte.

Wie das Statistische Bundes­amt (Destatis) heute in Wiesbaden mitteilte, waren 65 Pro­zent aller Anerkennungen (27.700) in medizinischen Gesundheitsberufen zu verzeichnen. Das entspricht einem Plus von 24 Prozent gegenüber 2018 (22.300).

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15.500 Anerkennungen erfolgten bei Gesundheits- und Krankenpflegekräften (plus 49 Prozent gegenüber 2018). Damit setzte sich der positive Trend der vergangenen Jahre fort: Seit 2016 (5.600) hat sich die Zahl der Anerkennungen in diesem Beruf annähernd verdrei­facht.

Die Philippinen (2.900), Bosnien und Herzegowina (2.300) und Albanien (1.300) waren neben den EU-Mitgliedsstaaten (2.600) die häufigsten Herkunftsstaaten. Der zweit­häu­figste anerkannte Beruf war Arzt (7.400). Es folgen Anerkennungen von Ingenieu­ren (2.800), Lehrkräften (2.000) und Erziehern (900).

Unter allen 42.500 positiv beschiedenen Anträgen wurden am häufigsten in Syrien er­worbene Abschlüsse (4.100) anerkannt, wenngleich 2019 seltener (minus 15 Prozent) als noch 2018 (4.800).

Danach folgen Abschlüsse aus Bosnien und Herzegowina (3.500), den Philippinen (3.000), Serbien (2.900), Polen (2.100) und Rumänien (2.100). Den mit Abstand größten Zugewinn verzeichneten Anerkennungen aus den Philippinen (plus 1.700).

Insgesamt bearbeiteten die zuständigen Stellen 2019 rund 57.300 (2018: 50.500) Aner­kennungsverfahren. 58 Prozent der Verfahren wurde von Frauen beantragt (33.500), der Großteil davon für die Anerkennung eines medizinischen Gesundheitsberufs (23.400).

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) bezeichnete die Zahlen als Beweis dafür, dass das Anerkennungsgesetz wirke und es qualifizierten Fachkräften mit ausländischen Berufsqualifikationen ermögliche, in Deutschland in ihrem erlernten Beruf zu arbeiten. Seit dem Start des Anerkennungsgesetzes des Bundes 2012 habe es bereits mehr als 350.000 Anträge gegeben.

„Menschen mit ausländischen Qualifikationen, die in Deutschland leben, sollen ihre Po­tenziale ausschöpfen können“, so die Ministerin. „Für Fachkräfte aus dem Ausland schaff­en wir Transparenz, welche Fähigkeiten und Kenntnisse sie für eine Beschäftigung in Deutschland brauchen.“ Zudem leiste das Anerkennungsgesetz einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftepotenzials in Deutschland. © kna/aerzteblatt.de

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